Abriss: Alte Scheune weicht für neuen Dorfmittelpunkt
Kirf · Kirf ist dem Wunsch nach einem echten Dorfmittelpunkt einen Schritt näher gekommen. Rund 400 Quadratmeter mehr wurden frei für einen Dorfplatz. Rund um den alten Schuppen werden die Straßen saniert. Die Infrastruktur Kirfs macht sichtbare Fortschritte.
Kirf. Wenn die zwei Tonnen schwere Eisenfaust von Otmar Benzmüller zuschlägt, bleibt kein Stein auf dem anderen. Der Bauunternehmer kletterte selbst in den Führerstand des Baggers, von wo aus er mit einem riesigen Greifer dem alten Schuppen im Zentrum von Kirf zu Leibe rückte. Das Gebäude macht Platz für die Neugestaltung des Ortskerns.
Ankauf und Abriss ließ sich die Ortsgemeinde 55 000 Euro kosten. Bei der Gestaltung des Platzes hofft Krug, unter einem Betrag von 40 000 Euro bleiben zu können: "Da wird es viel Eigenleistung der Bürger geben." Zum Pflanzen von Bäumen und Rasen brauche man in Kirf doch keine Firma. Ein Zuschuss für das Dorfplatzprojekt war jedoch von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier für dieses Jahr nicht mehr genehmigt worden. Erst im nächsten Jahr, so hofft Krug, ist wieder Geld im Topf des Dorferneuerungsprogramms der Landesregierung. "Nur wenn ein Zuschuss fließt, können wir einen Platz bauen", macht der Ortschef klar.
Rund 400 Quadratmeter Platz werden durch den entfernten Schuppen frei. Mit dem Spielplatz und dem Vorplatz der Feuerwehr könnte im Ortskern auf rund 1000 Quadratmetern Fläche mal so richtig gefeiert werden. Bislang geht das nur am Ortsrand beim Bürgerhaus. Seit März werden Straßen im Zentrum saniert. Die Perler Straße ist bereits fertig. Die Ringstraße an der ehemaligen Scheune wird es bald. Danach folgt die Obere Kirchstraße und die Münzinger Straße. Knapp 700 000 Euro kostet dieser erste Abschnitt der Straßensanierung mit neuen Kanälen und Wasseranschlüssen in den Häusern. Fertig wird er im Spätherbst.
35 Prozent zahlt die Gemeinde
Die Straßen gibt es jedoch nicht zum Nulltarif. In Kirf wird nach einem wiederkehrenden Beitrag abgerechnet. Das heißt, alle Grundstücksbesitzer, nicht nur die Anlieger, werden an den Kosten des Straßenausbaus beteiligt. Erste Bescheide für eine Vorauszahlung von 1,35 Euro pro Quadratmeter hat die Verbandsgemeindeverwaltung bereits verschickt. "2,20 bis 2,30 Euro pro Quadratmeter wird es wohl kosten, wenn alles fertig ist und alle Rechungen bezahlt sind", schätzt Krug.
"Es geht um rund 213 000 Quadratmeter", weiß Günter Reiter, der bei der Verwaltung für die Berechnung von Ausbaubeiträgen zuständig ist. 35 Prozent der Kosten bleiben bei der Ortsgemeinde. Den Rest teilen sich alle Kirfer Grundstückseigner.
Der nächs´te Bauabschnitt umfasst die Kandelstraße, die Kimmstraße und den Zuckerberg. "Das muss aber alles noch im Ortsgemeinderat diskutiert und beschlossen werden", erklärt Ortsbürgermeister Josef Krug den Stand der Kirfer "Runderneuerung". Weitere Maßnahmen sind der Endstufenbau In der Hofwies in Beuren und ein komplett von Spendengeld finanzierter Sport-, Spiel- und Bolzplatz. In Kirf kommt Schub in die Infrastruktur. doth
Fragen zu der Höhe und Art der Beteiligung von Grundstückseigentümern an der Straßensanierung, Fälligkeitstermine und Möglichkeiten einer Stundung beantwortet Günter Reiter von der Saarburger Verbandsgemeindeverwaltung unter Tel. (06581) 81- 231.