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Der TV hat sich in Beurig, wo die meisten der Franzosen leben und stationiert sind, sowie in der Saarburger Innenstadt nach Reaktionen auf die Abzugs-Nachricht umgehört. Stefanie Wallerich, Inhaberin von "Blatt und Blüte" in Beurig, in der Nähe der Kaserne, meint: "Wir haben nicht nur viele französische Kunden hier, ich bin in Beurig auch mit den Franzosen groß geworden.

Das war immer ein gutes Miteinander, es gab keine Probleme. Ihre Präsenz hat die Gegend hier geprägt. " Sie beschäftige vor allem die Frage, was aus den Wohnblocks und den Kinder-Spielplätzen wird.



Ferhan Kazik
vom "Döner-Bistro Firat" in Saarburg sagt: "Man merkt den Anteil der Franzosen durch die Garnison in Saarburg sehr. Ich habe nicht nur viele als Kunden, sondern sehe sie auch in den großen Supermärkten. Das wird viel ausmachen, wenn sie nicht mehr hier sind."



Gioacchino Russo
vom Eiscafé "Cascata" sagt: "Besonders an den Wochenenden und abends sind bei uns viele Franzosen zu Gast. Sie kommen mit Besuch und ihren Familien, trinken ihren Kaffee, essen Eis, Tiramisu oder Crêpes. Für uns sind das immer gute Kunden gewesen."



Matthias Hild,
Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat Saarburg, meint: "Vor zehn Jahren wäre der Abzug vermutlich schlimmer gewesen, denn da hätten wir möglicherweise ein Zuwanderungs-Problem bekommen. Ich sehe darin durchaus auch eine Chance. Wir sind eine Stadt, die wächst und etwas aus dem Bereich machen kann. Der Kammerforst als Naherholungsgebiet beispielsweise kann weiter ausgebaut werden."



SPD-Fraktionsvorsitzende Edith van Eijck meint: "Ich sage ganz ehrlich, dass ich - wie auch andere aus der SPD - die Franzosen sehr gerne mag, aber nicht unbedingt in Uniform. Wir haben jetzt Gott sei Dank Zeit, uns über eine Nutzung des schönen, großen Geländes Gedanken zu machen. Das ist ein wunderschönes Entwicklungsgebiet, es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Alles ist möglich. Jetzt gilt es, gemeinsam Ideen zu entwickeln."

FWG-Vorsitzender Reiner Glosse meint: "Wir müssen jetzt alle Energie darauf verwenden, einen geordneten Rückzug hinzubekommen. Ideen für eine Umnutzung gibt es schon einige. Ein riesiges Problem sehe ich aber darin, dass zu viele Wohnungen auf den Markt kommen, das kann für die Wohnbebauung in Saarburg nicht förderlich sein."