Abschied von der Andres-Halle

SCHWEICH. Als Straßenfest mit neuem Konzept befindet sich das Schweicher Erntedankfest wieder im Aufwind. Bestärkt durch das sommerliche Wetter, kamen deutlich mehr Besucher als in den vergangenen beiden Jahren zum Fest.

Nachdem das traditionelle Schweicher Erntedank-, Heimat-und Weinfest in den Jahren 2001 und 2002 rückläufige Besucherzahlen registrierte, zogen die Verantwortlichen für dieses Jahr die Notbremse. Um die Attraktivität des Festes zu steigern, stieg man als Alternative zur Stefan-Andres-Halle und zum Festzelt aufs Straßenfest um. Dies entspreche dem Zeitgeist, sagte Ralf Lemsch, Geschäftsführer des Vereins "Stadtwoche Schweich", dessen Mitglieder - die Ortsvereine - die Stände auf eigene Verantwortung statt wie bisher zentral führten. In der Brückenstraße im Stadtzentrum reihten sich die Stände aneinander. Die Straße biete eine schöne Atmosphäre, so Lemsch. Dass das Straßenfest besser angenommen werde als die Hallenvariante, zeige sich an den Besucherzahlen: 3000 bis 4000 Gäste seien allein am Samstag in Schweich gewesen. Zufrieden zeigte sich auch ein Weinstandbetreiber der Schweicher Stadthusaren: "Es hätten mehr Gäste sein können, aber schließlich gibt es auch in anderen Orten Konkurrenz." Der Weggang aus der Halle sei eine gute Entscheidung gewesen, auch wenn sie das Fest wetterabhängiger gemacht habe. Ein Zelt aufzustellen, sei immer eine Kostenfrage. Das lohne sich nicht immer, erklärte eine Kollegin vom Weinstand der Städtepartnerschaft Schweich-Marsannay. Die neue Schweicher Weinkönigin Isabelle I. lobte: "Auf der Straße ist es viel besser als in der Halle." Dem stimmte ihr Freund Bernd Burg zu. Der Trierer machte zum ersten Mal ein Weinfest mit. "Als bisheriger Biertrinker musste ich mich in Schweich erst an den Wein gewöhnen. Mittlerweile kann ich schon mehr davon trinken", so Burg. Natürlich wirkten Isabelle I. und ihre Amtskolleginnen, die Prinzessinnen Carolin und Angela von der Römischen Weinstraße, beim Höhepunkt des Festes, dem Festumzug durch Schweich, mit. 24 Gruppen, vom Kindergarten bis zur Stadtkapelle, bildeten den Umzug, dessen Abschuss die Kutsche der Schweicher Weinkönigin war. Den Sonntagabend gestaltete die Kultband "Leiendecker Bloas", die wie schon "De Funkis" kräftig einheizten.