Acht Runden für Indien

Zum zehnten Mal rannten Nitteler Grundschüler durch ihr Dorf, um beim Projekt Lebenslauf Geld für Bedürftige in anderen Teilen der Welt zu sammeln. Am Samstag kamen rund 3000 Euro zusammen, die der Welthungerhilfe für Projekte in Indien zur Verfügung gestellt werden.

Nittel. Noah Hustadt ist der Laufkönig von Nittel. Beim Lebenslauf der Grundschule Nittel zugunsten der Welthungerhilfe drehte der Grundschüler acht volle Runden auf dem anspruchsvollen Parcours, der mit seinen Höhenunterschieden einige Schwierigkeiten aufzuweisen hatte. Bei traumhaftem Sonnenschein liefen auch die anderen Schülerinnen und Schüler sowie einige Erwachsene eifrig für die Spendenkasse. "Wir haben rund 3000 Euro zusammenbekommen", schätzt Elternvertreter Rainer Schladweiler vom Organisationsteam des Lebenslaufs.
Die Grundschule Nittel hat schon zum zehnten Mal eine derartige Veranstaltung auf die Beine gestellt. Mittlerweile wurden über 30 000 Euro für Hilfsprojekte in der ganzen Welt gesammelt. Dieses bemerkenswerte Jubiläum fiel angesichts des hübschen Rahmenprogramms und der großen Begeisterung der Schüler für die sportliche Herausforderung fast etwas unter den Tisch. Dabei stellte sogar die Präsidentin der Welthungerhilfe, Barbara Dieckmann, heraus: "Das Engagement der Grundschule St. Marien in Nittel ist ein leuchtendes Beispiel für uns alle."
Tänzerinnen im Sari


Bevor der Lauf auf dem Rundkurs um die Schule herum startete, zeigten die Schüler noch ein Kulturprogramm: Schlangenbeschwörer und Tänzerinnen im Sari boten dem Publikum einblick in indische Folklore. Doch dass der Kampf um das tägliche Brot und um eine gute Ausbildung in Indien gerade für Kinder und Jugendliche hart ist, lernten die Grundschüler auch.
Am Ende gab es bei der Jubiläumsveranstaltung nur Gewinner: Die Welthungerhilfe darf sich auf einen Scheck aus Nittel freuen, mit dem sie für mehr als 1000 Jugendliche in Indien für ein Jahr eine Ausbildung finanzieren kann. Die Organisatoren waren mit dem Ablauf der Veranstaltung und den Einnahmen sehr zufrieden, und die Schüler der Grundschule haben ein gutes Werk vollbracht, das ihnen bereits im jungen Alter den Blick auf die ungelösten Probleme in der Welt ermöglicht. jbo

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