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Infrastruktur: Adieu, Orange-Leuchten, Hallo, helle LED-Technik

Infrastruktur : Adieu, Orange-Leuchten, Hallo, helle LED-Technik

In der Stadt und der Verbandsgemeinde Konz sollen bis Ende 2020 alle Straßenlampen auf energiesparende LEDs umgerüstet werden. Allein in der Stadt spart das einen fünfstelligen Betrag im Jahr.

Es ist eine Selbstverständlichkeit: Wenn es am Abend dunkel wird, gehen draußen die Straßenlampen an. Noch bis in die 60er-Jahre funzelten sie meist gelblich. Dann wechselten sie auf starkes Weißlicht. Seit der Jahrtausendwende etwa kam die Umstellung auf Energiesparlampen, die dann Städte und Gemeinden in weitläufige „Rot-Orangelicht-Viertel“ verwandelte.

Inzwischen erobert wieder hell-weißes Licht die Nacht. Heute stecken in den Fassungen meist LED-Leuchtkörper. Ihre besonderen Merkmale: helles, weißes Licht, keine Wärmeabstrahlung und dadurch eine erhebliche Energieeinsparung. Hinzu kommt die lange Betriebsdauer der LEDs.

In der Stadt Konz sind bisher über die Hälfte aller Straßenleuchten auf LED umgerüstet. Begonnen hatte der Austausch 2017 am Valdenaire-Ring und seinen Seitenstraßen auf Roscheid. Dazu Michael Naunheim, Pressesprecher der Verbandsgemeinde Konz: „Bis Ende 2018 werden das schon 63 Prozent der Lampen in der Stadt Konz sein. Allerdings entsprechen auch die noch vorhandenen älteren Orange-Leuchten den gesetzlichen Vorgaben, festgelegt in der EU-Ökodesign-Richtlinie 2009.“

Grundlage für den schrittweisen Lampenaustausch sei ein vom VG-Beleuchtungs-Vertragspartner innogy SE (siehe Info) erstelltes Sanierungskonzept. Der Austausch erfolgt im Verlauf des üblichen vierjährigen Wartungsintervalls.

Wie in der Stadt Konz, wird sich also auch in den Orten der Verbandsgemeinde das nächtliche Straßenbild wieder von Orange- auf Weißlicht wandeln. So sollen nach dem innogy-Konzept bis Ende 2020 alle Lampen der VG ausgewechselt sein. Auch in den Ortsgemeinden kommt der Austausch schrittweise im Zuge der intervallmäßigen Wartungsarbeiten.

Die Entscheidung über die in der Investition teurere LED-Umstellung liegt bei jeder Ortsgemeinde selbst. Eine LED-Pflicht besteht nicht, jedoch müssen auch andere dort verwendete Leuchten der EU-Ökodesign-Richtlinie entsprechen. VG-Sprecher Naunheim: „Wir gehen davon aus, dass sich alle Räte der VG Konz für die auf lange Sicht preiswertere und optisch ansprechendere LED-Technik entscheiden werden. Neben Konz mit seinen Stadtteilen ist die Entscheidung pro LED inzwischen in Nittel, Pellingen, Tawern, Temmels, Wawern, Wellen und Wiltingen gefallen.“ Die Mehrkosten für die LED-Umstellung betragen für Konz rund 411 000 Euro, in den bisher beteiligten Gemeinden insgesamt rund 270 000 Euro. Es fehlen noch die Kosten für Oberbillig, Pellingen und Wasserliesch, die im Doppelhaushalt 2019/20 zum Tragen kommen.

Durch die LED-Ausstattung werden allein in der Stadt Konz jährlich rund 234 000 Kilowattstunden (38,3 Prozent) Strom eingespart. Die jährliche Kosteneinsparung in Konz beträgt rund 49 000 Euro (27,4 Prozent). Dadurch wird sich die Investition in weniger als sechs Jahren amortisiert haben.