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Ärger über die "Drängelgitter"

 Leichter Durchlass: Ohne Mühe kann Norbert Steffes die "Drängelgitter" am ehemaligen Bahnübergang in Kasel mit seinem Rollstuhl passieren. Foto: Dietmar Scherf
Leichter Durchlass: Ohne Mühe kann Norbert Steffes die "Drängelgitter" am ehemaligen Bahnübergang in Kasel mit seinem Rollstuhl passieren. Foto: Dietmar Scherf
KASEL/WALDRACH. Die kürzlich angebrachten Beschilderungen und Sicherheitseinrichtungen am Ruwer-Hochwald-Radweg zwischen Waldrach und Trier-Ruwer stoßen auf Kritik. Zu eng, zu teuer, zu aufwändig – so heißt es bei vielen Nutzern. ARRAY(0x8895bc48)

Doch trotz dieses Unmuts wird das noch nicht offiziell eröffnete Teilstück des Radwegs zwischen Ruwer und Waldrach gut angenommen. Zu den Nutzern zählen neben den Radfahrern auch Inline-Skater und Walker. Allerdings treten auch schon die ersten Probleme auf: Jogger müssen auf den befestigten Randstreifen im Zickzack-Lauf den ungezählten Hundehaufen ausweichen, und einige Reiter scheinen ihre Tiere nicht ganz im Griff zu haben. An einigen Stellen wurden die Randstreifen bereits von Pferdehufen zertrampelt.Gefahrenstelle in Kasel entschärft

Doch auch die neue Beschilderung und die weiteren Sicherheitseinrichtungen sorgen für Diskussionen. Am ehemaligen Bahnübergang Kasel, an dem der Radweg die L 149 kreuzt, sind so genannte Drängelgitter installiert worden, und ein großes Stoppschild fordert zum Anhalten auf. In Waldrach, an der Zufahrt zum Gartengelände "Pätsch" oder an der Kreuzung mit der Straße "Waldweg", ist die Beschilderung ähnlich: Ende und Anfang des Radweges werden wenige Meter vorher angekündigt. Zudem sorgen versetzt installierte Pfosten dafür, dass die Gefahrenstellen nur langsam passiert werden können. Dazu sagt der zuständige Leiter der Straßenmeisterei Hermeskeil, Arnold Eiden: "Diese Einrichtungen entsprechen den gesetzlich vorgegebenen Anforderungen an einen Radweg. Die Nutzer sollen an diesen Stellen zum langsamen Fahren oder sogar zum Anhalten gezwungen werden. Dies gilt insbesondere für Kinder, die erfahrungsgemäß gerne ihren radelnden Eltern vorauseilen." Die Kosten für diese Einrichtungen seien übrigens schon in der Gesamtkalkulation für den Radweg enthalten. Auch Bürgermeister Bernhard Busch von der Verbandsgemeinde Ruwer begrüßt Schilder und Gitter: "Für ortsunkundige Radfahrer, die aus Richtung Mertesdorf kommen, sind die Gitter besonders am ehemaligen Kaseler Bahnübergang sehr sinnvoll. Der Einblick in die Straße wird dort schließlich durch eine Mauer verdeckt." Arnold Eiden: "Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hat die Gitter getestet und festgestellt, dass sogar Radfahrer mit Kinder-Anhängern keine Probleme haben. Auch haben sich die gleichen Einrichtungen schon am Maare-Mosel-Radweg bewährt."