"Ahs" und "Ohs" und steife Hälse

Bei herrlichem Wetter fanden am Sonntag rund 1500 Besucher den Weg zum Segelflugplatz in Konz-Könen. Sie beobachten spektakuläre Flugvorführungen - manche sogar als Passagiere in Segel- oder Motorflugzeugen oder im Helikopter.

Ein Motorsegler schleppt ein Segelflugzeug in die Luft. Beim großen Flugtag des Aero-Clubs herrschte nicht nur am Himmel viel Betrieb. TV-Foto: Jürgen Boie

Konz-Könen. Einen Flugtag der Superlative erlebten gut 1500 Schaulustige auf dem Konzer Segelfugplatz. Die Vorführungen der Kunstflug-Piloten, ob mit oder ohne Motorkraft, sorgten für große Begeisterung. Aber auch das Angebot, für maximal 3,50 Euro pro Minute in einen Helikopter oder ein anderes Fluggerät zu einem Rundflug zu klettern, wurde intensiv angenommen. "Wir haben mehr als 80 Rundflüge mit Gästen durchgeführt", freut sich der Pressesprecher des Aero-Clubs Trier & Konz, Frank Raben.

Nach dem völlig verregneten Samstag - dem Regen fielen die kostenlosen Rundflüge für Kinder und Jugendliche zum Opfer - entschädigte der herrliche Sonntag für die Enttäuschung des Vortags. Über 20 Flugzeuge aus befreundeten Vereinen hatten sich in Konz eingefunden.

Mit dabei zwei quietschgelbe Doppeldecker des Typs "Comet", die mit ihrer Wendigkeit und auch dank der auffälligen Farbe viel Aufmerksamkeit fanden.

Trockenübungen im Segelflugsimulator



Aber auch Segelflugzeuge, aus deren Rumpf bei Bedarf ein kleiner Propellermotor ausgefahren werden kann, sieht man sonst nicht in Könen. "Diese Segler sind ideal für Langstreckenflüge, denn man kann sich bei ungünstigen thermischen Verhältnissen trotzdem die benötigte Höhe verschaffen", erläuterte Raben die Vorteile dieses Flugzeugtyps. Für den Laien war noch ein weiterer Pluspunkt erkennbar: die Segelflieger konnten aus eigener Kraft starten.

"Alle anderen Segelflugzeuge haben wir im Schleppverfahren mit Motorflugzeugen in die Luft gebracht, da wir aus Zeit- und Kapazitätsgründen auf Seilwinden-Starts verzichten mussten", erklärte Günter Hill vom Aero-Club.

Fluggäste schwärmten von ihren Erlebnissen im blauen Himmel, beispielsweise Georg Böckler: "Ich habe den Piloten gebeten, in Richtung Kastel-Staadt zu fliegen, um den Altfels einmal aus der Luft zu sehen. Mein Wunsch wurde auch erfüllt, und es war toll", freute sich der Trierer. Flugbegeisterte Kinder und Jugendliche konnten erste "Trockenübungen" im Segelflugsimulator machen.

Ständig umringten viele Neugierige das Flugzeugmodell mit dem Simulator, in dem sich "Flugschüler" mühten, ihre "Flüge" sicher durchzuführen - immer unterstützt von erklärenden Piloten des Aero-Clubs. "Der wegen des Dauerregens ausgefallene Flugtag am Samstag, an dem Jugendliche kostenlos Rundflüge erleben können, wird noch nachgeholt", versprach Pressesprecher Raben. "Der Termin steht aber noch nicht fest."