Alarm auf der Hühnerfarm

Feuer in der Hedderter Hühnerfarm. Zum Glück nicht in den Legebatterien. Ein technischer Defekt in der Verpackungsanlage war das angenommene Szenario anlässlich der Jahresabschlussübung der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Kell am See.

Heddert. Zahlreiche Zuschauer haben am vergangenen Samstag einen außergewöhnlichen Feuerwehreinsatz in Heddert verfolgt.
An ihm waren die Wehren aller 13 Ortschaften in der Verbandsgemeinde (VG) Kell beteiligt. Ihr Auftrag bei dieser Simulation für den Ernstfall war es, das Feuer auf der etwas außerhalb von Heddert gelegenen Hühnerfarm in den Griff zu bekommen.
Rauch quillte aus Türen und Fenstern, und die Atemschutzträger brachten einen geretteten Arbeiter nach dem anderen aus dem Gebäude und übergaben ihn dem DRK Ortsverein Kell, der die Erstversorgung übernahm. Im Gelände wurde eine Pumpenanlage errichtet, die das Wasser aus dem Brandweiher zum Brandherd beförderte.
Zu allem Übel prallte ein Traktor mangels Sicht durch den entstandenen Rauch gegen einen Betonpfeiler und geriet in Brand. Eine Person wurde dabei unter dem Anhänger eingeklemmt. Der Fahrer hatte unter Schock die Brandstelle verlassen und war in den benachbarten Wald gelaufen. Die Hundestaffel unter Leitung von Jaques Ciaffone kam hier zum Einsatz und konnte die Person kurze Zeit später aufspüren. Währenddessen versuchte ein Angestellter auf eigene Faust, Gegenstände aus dem Haus zu retten, wobei er leichte Verbrennungen davontrug. Er wollte wieder in das Haus, wurde jedoch von Feuerwehrleuten daran gehindert.
Schließlich konnte der Einsatz mit Erfolg beendet werden. Die Feuerwehren hatten in gewohnter Gemeinschaftsarbeit ihr Ziel erreicht und die Brände erfolgreich bekämpft. Die verletzten Personen wurden alle versorgt. Entsprechend fiel auch die Manöverkritik im Hedderter Feuerwehrhaus aus. "Es ist alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Danke für die gute Zusammenarbeit", lobte der Stellvertretende Wehrleiter der VG Kell am See, Torsten Marx, seine Truppe.
Bürgermeister Martin Alten hatte die Übung ebenfalls verfolgt. "Ich wünsche mir, dass jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann in der Realität nach einem solchen, nicht ungefährlichen Einsatz, immer wieder gesund nach Hause zurückkehrt." hm