Alarm! Der Nachwuchs fehlt!

Die Jugendfeuerwehr Wasserliesch sorgt sich um den Nachwuchs in den eigenen Reihen. Der Jugendwart der Jugendfeuerwehren in der Verbandsgemeinde Konz und die Gemeindverwaltung meinen, dass es noch genügend Nachwuchs gibt.

Gruppenabend bei der Jugendfeuerwehr (JFW) Wasserliesch: Zehn Jugendliche im Alter zwischen zehn und 18 Jahren sind gekommen. An diesem Abend stehen nicht Brandschutz, Brandbekämpfung oder Erste Hilfe auf dem Programm, sondern Sicherungsknoten. Florian Leonhard, der Jugendwart der JFW Wasserliesch, erklärt die Knoten und zeigt den Jugendlichen immer wieder, wie sie gebunden werden. So lange, bis sie sitzen.

"Jugendfeuerwehr ist nicht allein auf die Brandbekämpfung beschränkt", sagt Leonhard. "Wir bieten auch Sport und unternehmen gemeinsam viel in der Freizeit." Dazu gehören beispielsweise Zeltlager oder Feuerwehrwettkämpfe."

VG-weit sind in elf Wehren 140 Mitglieder zu finden

So enthusiastisch, wie Leonhard ist, wenn er über die Aktivitäten mit der JFW berichtet, so frustriert ist er, wenn er über die Zukunft der JFW nachdenkt. "Demnächst rücken wieder zwei Mitglieder der JFW in die Freiwillige Feuerwehr (FFW) nach. Dann wird es mit den Gruppenübungen wieder eng." Dafür bräuchten sie mindestens neun Mitglieder.

"Auch für die FFW ist das wenig befriedigend", sagt Nadine Wagner, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der FFW Wasserliesch. "Allmählich veraltet die Wehr. Für unsere Arbeit brauchen wir aber auch jüngere Wehrleute."

Michael Haas, Jugendwart der Jugendfeuerwehren in der Verbandsgemeinde (VG) Konz, beschwichtigt: "Die Situation ist mit Blick auf die Jugendfeuerwehren in der VG nicht so dramatisch." Mit knapp 140 Mitgliedern in den elf Wehren sei die Anzahl der Mitglieder in den vergangenen Jahren in etwa gleichbleibend. Die Mitgliederzahl in den einzelnen Ortsgruppen ist unterschiedlich hoch: In Wellen zählt die JFW acht Mitglieder, in Konz-Niedermennig sind es 25. Die JFW der Stadt Konz liegt mit 17 Mitgliedern im Mittelfeld.

Der Erste Beigeordnete der VG, Joachim Weber, sieht die Situation ähnlich. "Die Nachwuchsarbeit ist für uns trotzdem eine Herausforderung", betont er. Gerade für die gesellschaftlich wichtige Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren sei die gute Arbeit der Jugendfeuerwehren unverzichtbar. "Wir unterstützen die JFW so gut, wie es uns möglich ist. Ideell, aber auch logistisch und finanziell."