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Vereine: Ali, Goethe und russische Klänge

Vereine : Ali, Goethe und russische Klänge

Gesangverein Könen bietet breites Repertoire bei seinem bunten Abend.

(red) „Ein Prosit auf den Frühling“ – unter diesem Motto stand der bunte Abend des Gesangvereins Lyra Könen.

Nach der gesanglichen Begrüßung hieß der erste Vorsitzende Rudolf Hauser die Vereinsmitglieder und Ehrengäste, allen voran Ortsvorsteher Detlef Müller-Greis, der selbst in vorderster Reihe der Sänger zu finden war, willkommen.

So hatte die bescheidene  Anzahl der Sänger einen bunten Melodienbogen  quer durch schwungvolle Chormusik gespannt.

Der Chor unter der Leitung seines Dirigenten Lothar Feiber setzte zunächst musikalische Akzente zu „Frühlingsgefühlen“, unter anderem mit den Liedern „Überall blühen Rosen“ und „Ich fang für Euch den Sonnenschein“.

Gesanglich mit „Frei wie der Wind“, „Hoch im Norden“ sowie  „Lieder der Freiheit“ ging die musikalische Reise auf hohe See.

Nicht weniger schwungvoll versetzte man anschließend die Zuhörer mit den musikalischen Beiträgen „Dschinghis Khan“, „Mit der Troika in die große Stadt“ und „Rasputin“ in das weite alte Russland.

Mit den Liedern „Die Mosel, die Liebe und der Wein“, das „Saarlied“ und „Ein König ist der Wein“ durfte auch die Reverenz an den Wein nicht fehlen.

 In dem humoristischen Teil trug Albert Fisch in seinem Vortrag den Brief des Gastarbeiters Ali an seine in der Heimat lebende Ehefrau Suleika vor. Dabei berichtet der auf dem Bau beschäftigte, aber jetzt arbeitslose Ali über seine Probleme, aber auch glückliche Begebenheiten in Deutschland.

In einem weiteren Vortrag wollte Detlef Müller-Greis mit „Goethes Faust“ die große Kultur auf die Bühne des Bürgerhauses bringen. Allerdings hatte er dafür nur ganze acht Minuten Zeit.  Auf eine sehr launische und amüsante Art schaffte er es, Handlung, Personen, Zitate und Sinn in fünf Minuten in Reimen zusammenzufassen, was vom Publikum mit viel Schmunzeln und kräftigem Applaus belohnt wurde.

Die nicht mehr von der Gesangvereinsbühne wegzudenkende „Echte Saarländerin“, Maria Frank, trat gleich mit zwei Vorträgen vors Publikum. Einmal in der Rolle einer „Allwissenden“ wurden rezente Ereignisse in Könen mit viel Humor kommentiert.

Auch für die Zukunft des Gesangvereines hatte Maria einen durchdachten Plan. Ob der umgesetzt wird – wer weiß.  In ihrem zweiten Auftritt wurde die Verwandlung ihres Gatten und Sangesbruders vom einfachen Dummschwätzer zum Dauersänger auf die Schippe genommen. Beide Vorträge wurden vom Publikum mit viel Applaus quittiert.

Der Chor übermittelte den Gästen an diesem Abend abwechslungsreiche Beiträge und hatte für jeden etwas zu bieten. Das Finale läuteten die Sänger mit dem Abschiedslied „Danke schön und auf Wiedersehen“ sowie dem Sängergruß von Rheinland-Pfalz ein.

Die Moderation des Abends hatten wechselweise Rudolf Hauser und Detlef Müller-Greis übernommen, die humorvoll und charmant die einzelnen Beiträge vorstellten und auch während des Konzerts mehrmals ihre komödiantische Seite zum Besten gaben.