Alle anders - alle gleich

Unterschiedliche Nationen und Religionen sollen während der Interkulturellen Woche vom 22. bis 28. September in Saarburg zueinanderfinden. Dazu haben der Arbeitskreis "Integration" und der Jugendmigrationsdienst ein interessantes Programm für Jüngere und Erwachsene zusammengestellt. "Alle anders, alle gleich" lautet das Motto - wie bereits im Vorjahr.

Saarburg. (sw) In rund 300 deutschen Städten stehen zum Ende dieses Monats die ausländischen Mitbürger im Mittelpunkt. In der "Interkulturellen Woche" geht es um das Zusammenleben der hier geborenen und zugezogenen Menschen aus aller Herren Länder. "Die ,Interkulturelle Woche' ist eine bundesweite Aktion, die die Kirchen in Deutschland vor vielen Jahren ins Leben gerufen haben", erläutert Thomas Zuche, Mitarbeiter des Jugendmigrationsdienstes des Caritasverbandes für die Region Trier.

"Früher hieß die Aktion ,Woche des ausländischen Mitbürgers'. Saarburg beteiligt sich zum dritten Mal an dieser Initiative", informiert Zuche. Seit Anfang dieses Jahres "hirnt" Thomas Zuche gemeinsam mit den Mitgliedern des 2002 gegründeten Saarburger Arbeitskreises (AK)"Integration" wegen des Programmes der Interkulturellen Woche.

"Es geht darum, die Menschen verschiedener Nationen zusammenzubringen und auf beiden Seiten etwas über die Traditionen, die Kultur, Erfahrungen und Religionen des anderen zu erfahren", beschreibt Hélène de Wolf vom AK die Motivation. Über Vorträge, die Möglichkeit zur Diskussion und Mitmach-Aktionen soll dies gelingen.

Start ist am Montag, 22. September, um 20 Uhr mit einem interreligiösen Gespräch im Pfarrheim St. Laurentius. "An diesem Abend geht es darum, zu beleuchten, wie friedensfähig die Religionen sind und was sie zum Frieden in der Welt beitragen", beschreibt Thomas Zuche. Referentinnen sind eine Katholikin, eine Jüdin, eine Muslima und eine Anhängerin der Baha'i-Religion aus Trier, Köln und Koblenz. Etwa zwei Stunden sind für das Gespräch angesetzt, bei dem auch die Zuhörer fleißig mitreden sollen.

Als "unseren Klassiker" beschreibt Zuche die Veranstaltung am Mittwoch, 24. September, um 19.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus in der Glockengießerei. Unter dem Motto "Heimat im Gepäck" werden zwei Aupair-Mädchen aus China, die derzeit in Saarburg leben, und eine ebenfalls in Saarburg lebende Kurdin von dem berichten, was ihre Kultur ausmacht und was sie davon in der hiesigen Kultur ausleben können. "Dieser Termin ist im vergangenen Jahr auf großes Interesse gestoßen und war sehr lebendig", erzählt de Wolf.

Auch an ein jüngeres Publikum richtet sich der "Interkulturelle Erlebnistag" am Samstag, 27. September. Von 9.30 bis 13 Uhr ist in der Sporthalle des Gymnasiums ein großes Tischtennis-Turnier geplant. "Tischtennis kann jeder, egal woher er stammt", sagt Hélène de Wolf.

"Deswegen ist das die ideale Sportart, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterschiedlicher Herkunft zu vereinen." Ab 15 Uhr kommen eher die Erwachsenen auf ihre Kosten. Dann startet an der Glockengießerei ein etwa zweistündiger Rundgang mit acht Stationen auf den Spuren der Ein- und Auswanderer in Saarburg - und derer gab es in den vergangenen Jahrhunderten viele, wie Zuche weiß. "Mitte des 19. Jahrhunderts etwa gab es wegen einer Cholera-Epidemie eine Auswanderungswelle vom Saargau nach Nord-Amerika." Mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag, 28. September, 9.30 Uhr, in St. Laurentius endet die "Interkulturelle Woche".