Alle im Gleichschritt

So kommen Sportbegeisterte auf ihre Kosten: Zu Beginn des Jubiläumsjahres richtet der TuS Fortuna Saarburg eine Gymnastik-Übung mit buntem Tanzprogramm aus. Beim "Dance Event" im Saarburger Schulzentrum übten sich rund 80 Sportler in allen nur denkbaren Aerobic-Disziplinen.

 Bewegung tut gut: Beim „Afro-Dance“ müssen die Teilnehmer des Saarburger „Dance-Events“ ihre Koordinationsfähigkeit unter Beweis stellen. TV-Foto: Kim-Björn Becker

Bewegung tut gut: Beim „Afro-Dance“ müssen die Teilnehmer des Saarburger „Dance-Events“ ihre Koordinationsfähigkeit unter Beweis stellen. TV-Foto: Kim-Björn Becker

Saarburg. (kbb) "Afro-Dance" nennt sich die rund einstündige Übung. Sportlehrerin Vera Orth steht vor ihrer Gruppe und macht die Bewegung vor, die die knapp 80 Tanzbegeisterten hinter ihr so gut es geht imitieren. Und tatsächlich erinnern die rhythmischen Bewegungen ganz entfernt an das, was Fernseh-Dokumentationen aus dem afrikanischen Busch über die Tanzkultur auf dem schwarzen Kontinent so zutage fördern. Doch es geht vor allem um eines: Spaß an der Bewegung.

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Traditionsvereins haben dessen Verantwortliche für diesen Sommer ein besonderes Sportprogramm zusammengestellt - dem "Dance-Event" folgen in den kommenden Wochen und Monaten noch ein Kinderturnfest, ein Fußball- sowie ein Handballturnier. So werden sich vier von den insgesamt acht Abteilungen des Turnvereins mit einem eigenen Programm am Jubiläum beteiligen.

"Die Freude an der Bewegung steht im Mittelpunkt, das funktioniert in der Gruppe einfach besser", weiß Ruth Streit-Stifano, Präsidentin des TuS Fortuna. "Und mit Musik werden die Menschen einfach lockerer. Gymnastischer Tanz ist da eine ideale Mischung." Insgesamt acht Übungen - alle 30 bis 60 Minuten lang - stehen auf dem Programm des "Dance-Events": Von entspanntem Thai-Chi über moderne Tanzformen wie "Quadrobics" bis hin zum Klassiker Pilates ist für fast jeden etwas dabei. "Die Menschen bewegen sich im Alltag viel zu wenig", konstatiert Friedel Clemens, Leiterin der Gymnastikabteilung, "berufsbedingt sitzen viele Menschen den ganzen Tag und empfinden gewöhnliches Treppensteigen dann schon als sportliche Leistung." Etwa eine halbe Stunde Bewegung pro Tag sei ideal, sagt die erfahrene Übungsleiterin, ein marathonähnliches Mammutprogramm dagegen eher kontraproduktiv.

So brachten die insgesamt fünf Übungsleiter beim "Dance-Event" die Sportbegeisterten auch kontrolliert und in Maßen ins Schwitzen: Schnelle Übungen wechselten sich mit langsameren ab - und auch Zeit zum Verschnaufen gab es zwischendurch. Erwartungsgemäß zeigte die Gymnastikveranstaltung auch, dass Tanz doch eher Frauensache ist: "Männern fällt das einfach nicht so leicht, sie haben häufig Hemmungen, sich zur Musik zu bewegen", sagt Streit-Stifano. "Sie brauchen dafür eher den Wettkampf, wo sie sich und ihre Leistung mit anderen messen können."

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