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Alles im Grünen Bereich: Fabian Hein und Louis Hoffmann blicken auf ein erfolgreiches Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Forstamt Saarburg zurück.

Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Forstamt Saarburg : Alles im grünen Bereich

Zwei junge Männer blicken auf ein erfolgreiches Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Forstamt Saarburg zurück.

Erfolg kommt, wenn man weiß, was man will. Zwei, die dieses Prinzip konsequent verfolgen, sind Fabian Hein und Louis Hoffmann. Ein Jahr lang haben sie praktische Erfahrungen im „grünen Bereich“ in einem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) beim Forstamt Saarburg gesammelt und wollen mit einer Lehrstelle als Forstwirt und einem Studium der Forstwirtschaft weiter ihr berufliches Leben mit der Natur gestalten. „Wenn man auf dem Land aufwächst, kommt man mit der Natur eher in Kontakt als in der Stadt“, begründet Louis Hoffmann (20) aus Mandern seinen Entschluss, Beruf und Naturschutz miteinander zu verbinden. Sein 19-jähriger Mitstreiter Fabian Hein weiß genau: „Ein reiner Schreibtischjob wäre nichts für mich. Das würde mich nicht erfüllen.“

Jetzt ist das Jahr vorbei, in dem sie von Förster Dietmar Schwarz pädagogisch betreut wurden. „Von den bislang rund 20 Freiwilligen sind 40 Prozent in diesem Bereich geblieben“, freut er sich. Auf jeden Fall haben alle etwas für ihr späteres Leben mitgenommen. Rund 160 Plätze werden in Rheinland-Pfalz im Jahr angeboten. Die Hälfte der Bewerber sind junge Frauen. Das Land arbeitet dabei unter anderem mit den Forstämtern, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und in Trassem mit der Waldjugend zusammen.

Die beiden FÖJler berichten von ihrem Arbeitsalltag. „Mit einer Motorsäge zu arbeiten ist schon was Besonderes: Es ist spannend und kann auch gefährlich werden“, sagt Hein. „Da stehst du vor einem Baumriesen, der locker mehr als 100 Jahre älter ist als du selbst und hast Macht über ihn“, beschreibt Hoffmann das Gefühl. Mit Hopp, Hopp- und Heu, Heu-Rufen wurden sie auch als Treiber bei Jagden eingesetzt. Außerdem haben sie viel repariert, freigeschnitten, eine Brücke für Rollstuhlfahrer nutzbar gemacht und Weihnachtsbäume geerntet. Als eine der letzten Arbeiten haben sie dem Info-Pavillon im Walderlebniszentrum den letzten Schliff verliehen. In Seminaren haben die beiden ihr Wissen erweitert. Zum Beispiel ging es da um Ernährung und ökologische Landwirtschaft, mit Kochkurs. In einem anderen Seminar waren natürliche Ressourcen und Energie das Thema.

Dann kam Corona. Damit fiel das Theme Gesellschaftspolitik aus. Was Hein und Hoffmann noch mehr bedauern, ist aber der ausgefallene Abschluss: ein Segeltörn auf der Nordsee um das Ökosystem Wattenmeer besser kennenzulernen.

Rund 30 Teilnehmer treffen sich dennoch, um den Abschluss zu feiern und gemeinsam die unvergesslichen Erlebnisse zu teilen. „Dieses Jahr war eine Super Sache“, ist das Fazit von Hein. Nach 13 Jahren Schule habe der Praxisbezug gefehlt. „Wir haben hier die Chance bekommen, Gutes zu tun und nach praktischem Arbeiten Ergebnisse zu sehen“, sagt Hoffmann.

Mit Paula Komp aus Darmstadt und Lander Matthysen aus Ratzeburg kommen am 1. August die beiden nächsten FÖJler zum Forstamt Saarburg.