Allianz für Toleranz

Christen und Muslime stellen sich gemeinsam gegen die Hassbotschaften in Konz

Konz (red) Was können die Konzer Kirchen- und Moscheegemeinden gegen Hassbotschaften unternehmen, wie sie in letzter Zeit in der Stadt aufgetaucht sind (der TV berichtete)? Um diese Frage ging es bei einem Gesprächsabend der Arbeitsgruppe Christlich-Islamischer Dialog. Rhandell Ayyub Mathieu, der den Islamischen Verein Konz vertrat, bot sich an, in Schulen und Kindergärten Vorurteile über Muslime abzubauen. Wilfried Linder, Bezirksevangelist der neuapostolischen Kirche, plädierte dafür, Begegnungen zwischen Menschen anderer Kulturen zu fördern, aber auch öffentliche Aktionen durchzuführen. Tahir Dogan, Sprecher der Muslime beim Runden Tisch von Christen und Muslimen in Trier, lobte die Dialogkreise zwischen Christen und Muslimen, in denen "eine gemeinsame Sprache des Herzens" gesprochen werde. Christoph Urban, evangelischer Pfarrer in Konz, sah Handlungsmöglichkeiten im gemeinsamen Reden, Tun und Feiern. Der interreligiöse Impuls beim Gemeindefest sei ein gutes Beispiel gewesen.
Thema das Gesprächsabends unter dem Motto "Können unsere Religionen Frieden bringen?" waren die religiösen Ursachen von Gewalt und Terror, aber auch die Friedenspotenziale von Christentum und Islam. 20 Gäste diskutierten mit. Thomas Zuche, Ehrenamtskoordinator im Projekt Flucht und Asyl des Caritasverbands, verwies zum Schluss auf drei Bereiche, bei denen Christen und Muslime heute schon in Konz gemeinsam aktiv seien: die Begleitung von Geflüchteten, den Dialog zwischen den Religionen im Interkulturellen Netzwerk und die Interkulturellen Wochen. Diesen Rahmen wolle man nutzen, um gegen Hass und Intoleranz in Konz vorzugehen.