Stadtentwicklung Alte evangelische Kirche bald markant neben neuem Platz

(f.k.) · Einen weiteren städtebaulichen Schwerpunkt will die Stadt Konz auf dem ehemaligen Pfarrhausareal neben der evangelischen Kirche setzen. Die Grundidee, den Bereich um die Kirche attraktiver zu gestalten, entstand schon in den 90er Jahren.

 Das Grundstück des ehemaligen Pfarrhauses soll zum attraktiven Stadtteilmittelpunkt werden.

Das Grundstück des ehemaligen Pfarrhauses soll zum attraktiven Stadtteilmittelpunkt werden.

Foto: Friedhelm Knopp

Danach geriet das Projekt zunächst etwas in Vergessenheit. Erst 2013 wurde die Sache wieder planerisch angegangen, auch im Zusammenhang mit der Umgestaltung von Bruno- und Karthäuser Straße.

Mehrfach musste die Planung geändert und erweitert werden. So entstand etwa die neue Caritasstation in enger Nachbarschaft rechts neben dem Kirchenbau. Und 2014 stellte sich heraus, dass das Pfarrhaus links zur Kirche erhebliche statische Mängel aufwies. Die zu beheben wäre nur mit einem unwirtschaftlich hohen Aufwand möglich gewesen. So folgte der Abrissbeschluss.

2015 entschied sich der Stadtrat im Grundsatz für die komplette Überplanung der frei gewordenen Fläche. Beauftragt wurde das Büro Paulus + Partner, das im September 2019 dem Stadtrat die Entwurfsplanung präsentierte. Inzwischen, so Alexander Queins von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Konz, stehe die Ausbauplanung kurz vor dem Abschluss. Die Ausschreibung werde in den nächsten Wochen rausgehen.

Die Kosten sind mit rund 800 000 Euro veranschlagt. Allerdings ist das Projekt nicht voll förderungsfähig, denn der Zuschuss ist auf maximal 225 Euro pro Quadratmeter Ausbaufläche gedeckelt. Was darüber hinausgeht, hat die Stadt Konz aus ihrem Haushalt zu tragen.

Was soll hier entstehen? Wesentlicher Teil der Planung für das Kirchenumfeld ist die Karthäuser Straße, die entsprechend der gesamten Ex-B-51-Ortsdurchfahrt auf 5,50 Meter Fahrbahnbreite und den Einengungen durch die Bauminseln verkehrsberuhigt wurde. Auf der nach dem Pfarrhausabriss frei gewordenen Fläche soll der Karthäuser „Hauptplatz“ entstehen. Er kann als Spiel- und Aufenthaltsfläche mit Sitzgruppen genutzt werden und soll auch als Festplatz für Straßen- und Stadtteilfeste zur Verfügung stehen. Außerdem ist eine Cafénutzung des evangelischen Gemeindehauses mit Außenterrasse vorgesehen.