Altersmedizin auf dem Prüfstand

Die Gesundheitsministerin will mit weiteren Gesprächen zum Konzept für das Kreiskrankenhaus in Saarburg warten, bis der Bedarf für eine geriatrische Fachabteilung ermittelt ist. Dies hat sie dem Förderverein der Klinik mitgeteilt.

Saarburg/Mainz. 2017 will der Kreis Trier-Saarburg 4,3 Millionen Euro in die Modernisierung des Saarburger Krankenhauses investieren (der TV berichtete). Langfristig soll jedoch viel mehr Geld in die Einrichtung gesteckt werden, wenn es nach den Wünschen des Kreistags geht: Eine altersmedizinische Abteilung mit 50 Betten soll aufgebaut und die psychosomatische Abteilung erweitert werden. Damit für diesen Ausbau Zuschüsse fließen, müsste das Konzept in den Landeskrankenhausplan 2018 aufgenommen werden. Und genau darum hat der Förderverein St. Franziskus-Kreiskrankenhaus und Seniorenzentrum Saarburg in einer Resolution an die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin gebeten.
Die Antwort von Sabine Bätzing-Lichtenthäler darauf fällt nicht sehr konkret aus. Zunächst erörtert sie den Zeitplan der Gespräche. Demnach hat es im Juli einen ersten Erörterungstermin zu den Plänen in ihrem Haus gegeben. Mittlerweile seien die Gespräche auf die Fachebene verlagert worden. Dort habe man vereinbart, den Bedarf für eine geriatrische Fachabteilung der in Saarburg geplanten Größe wissenschaftlich begutachten zu lassen. Lägen diese vor, würden die Gespräche fortgesetzt. Grundsätzlich sei zu bedenken, dass die Krankenhausplanung des Landes stets in der Verantwortung für die akut-stationäre Versorgung landesweit stehe, heißt es in dem Schreiben weiter. So müsse abgewogen werden zwischen produktiver Konkurrenz einerseits und Kooperation andererseits, zumal Entscheidungen in diesem Fall mit "erheblichen investiven Ausgaben" verbunden seien. Prinzipiell stellt die Ministerin fest, dass die Zukunftsperspektiven besonders der kleineren Kliniken im Fokus der Arbeit ihres Ministeriums stünden. Ein wenig nebulös führt die Ministerin aus, dass sie sicher sei, dass im Dialog zwischen Ministerium und Träger eine Lösung gefunden werde, die auf einer sachgerechten Beurteilung basiere. mai