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Altes Amtshaus in Freudenburg darf abgerissen werden

Denkmalschutzbehörden : Das alte Freudenburger Amtshaus kann weg

Die Behörden haben dem Abriss des einsturzgefährdeten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes zugestimmt. In der Ortsgemeinde wird die Nachricht mit Erleichterung aufgenommen.

(mai) Die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz in Mainz hat dem Antrag der Gemeinde Freudenburg auf Abriss des ehemaligen Amtshauses stattgegeben. Dies hat Hannah Schmitz von der Pressestelle der Kreisverwaltung Trier-Saarburg mitgeteilt. In den geprüften statischen Gutachten seien  die enormen Kosten einer Erstsicherung des akut einsturzgefährdeten Gebäudes festgestellt worden, heißt es. Die Landesdenkmalpflege kommt daher zu dem Schluss, dass es keine Perspektive auf Erhalt des Hauses gebe.

<ir3>Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg als Untere Denkmalschutzbehörde hatte laut Schmitz bereits zu Beginn des Jahres grundsätzlich festgestellt, dass sie beabsichtigt, dem Antrag auf Abriss zu entsprechen. Landrat Günther Schartz zeigte sich zufrieden: „Es ist positiv, dass dem Antrag nun entsprochen werden konnte. Das Amtshaus ist in seinem jetzigen Zustand eine Gefahr.“ Der Abriss sei unumgänglich und er freue sich, dass die Landesdenkmalpflege dies anerkenne.</ir3><ir4>Die Ortsgemeinde Freudenburg hatte das Gebäude Anfang 2019 gekauft. Es stand seit mehr als 50 Jahren leer und hatte in dieser Zeit mehrfach den Besitzer gewechselt. Es gilt als akut einsturzgefährdet. Ende September 2019 hatte der Ortsgemeinderat beschlossen, den  Abriss zu beantragen. Die Denkmalpflegebehörde forderte daraufhin ein statisches Gutachten, eine Kosten- und Wirtschaftlichkeitsberechnung und ein Bodengutachten. Die Ortsgemeinde hat diese Gutachten geliefert. Ortsbürgermeister Alois Zehren sagt: „In Freudenburg ist die Nachricht, dass die Untere Denkmalpflegebehörde und auch die GDKE dem Abriss des Gebäudes zustimmen, mit großer Erleichterung aufgenommen worden. Ich möchte mich bei allen bedanken, die dabei geholfen haben, dass es nunmehr eine Möglichkeit gibt, diesen Schandfleck im Dorf neu zu gestalten.“ Der Rat werde sich bei der Entscheidung über die weitere Nutzung des Geländes sicherlich externen Beratungen nicht verschließen. Auch die Denkmalpflegebehörden könnten gerne ihre Vorstellungen dazu beitragen. Zehren stellt jedoch klar: „Letztendlich wird aber der Gemeinderat Freudenburg eine sachgerechte Entscheidung treffen. Nach fast sechs Jahrzehnten Stillstand in dieser Angelegenheit wird es jetzt auf wenige Monate auch nicht ankommen, zumal momentan mit der Corona-Pandemie ein Thema ansteht, das uns alle vor große Herausforderungen stellt und das zunächst bewältigt werden muss.“</ir4><ir5>Gemessen an der Geschichte des Hauses wiegen einige Monate auch nicht schwer. Denn das Amtshaus wurde 1589 errichtet und ist somit 431 Jahre alt. Seit 1982 steht es unter Denkmalschutz.</ir5>