Am Montag beginnt die Schule

Es wird weiter mit Hochdruck an der Sanierung des Schulzentrums Hermeskeil gearbeitet. Am Montag, 31. August, sind die verlängerten Ferien auch für die Realschüler zu Ende. Sie werden in PCB-unbedenklichen Räumen unterrichtet, die hermetisch von dem Bereich abgeschottet sind, in dem weitergearbeitet wird.

Hermeskeil. Eile ist geboten, so sehr, dass die Verwaltung der Verbandsgemeinde Aufträge für die Sanierung des Schul- und Sportzentrums vergibt, die vom Haupt- und Finanzausschuss (HFA) im Nachhinein abgesegnet werden müssen.

Ohne Generalreinigung zu hohe Werte



Zuvor erklärte der Sanierungsbeauftragte, Egbert Adam, in der jüngsten HFA-Sitzung den Stand der Arbeiten. "Die Sanierungsmaßnahmen im Untergeschoss der Realschule sind bis Montag abgeschlossen. Im Erdgeschoss liegen wir im Zeitplan", so der Fachmann. Erst nach der Sanierung, nach einer gründlichen Reinigung und Lüftung könnten Messungen zeigen, ob der angestrebte Sanierungsleitwert von 300 Nanogramm pro Kubikmeter Raumluft erreicht worden ist. Ohne Generalreinigung bekommen wir Werte, die auf jeden Fall zu hoch sind", bedauerte Adam. In zwei bis vier Wochen will der Sanierungskoordinator verlässliche Zahlen liefern. Erste Hochrechnungen der Gesamtkosten für die Sanierung des Schulzentrums, inklusive Grundschule, liegen bei sechs Millionen Euro. Für die rein energetische Sanierung der Realschule und den Fachraumtrakt konnten aus dem Konjunkturpaket II 610 000 Euro lockergemacht werden. Noch einmal 370 000 Euro gibt es aus demselben Topf für die bessere Wärmedämmung der Hauptschule.

Für die PCB-Sanierung sucht die Verbandsgemeinde händeringend Zuschussgeber. "Dafür gibt es halt kein spezielles Förderprogramm", bedauert Hülpes. Er erwarte eine "Sonderförderung" vom Land. Zugesagt sei jedoch noch nichts.

Die Schule fängt am Montag wieder an. "Die Räume sind so weit fertig, dass die Kinder, unter Auflage gründlicher Reinigung und Lüftung, und hermetischer Abriegelung der Räume, in denen weiter gearbeitet wird, unterrichtet werden können", erklärt der Verwaltungschef.

Die Idee einer teilweisen Auslagerung in die Kaserne sei jedoch noch nicht vom Tisch. In der nächsten Sitzung des Sanierungsausschusses am 2. September werde darüber beraten. Man werde nur Beschlüsse im Einvernehmen mit der Schulleitung treffen, so Hülpes.

"Was ist, wenn die Sanierung keinen Erfolg hat? Gibt es einen Plan B?", fragte Hermann- Josef Bier aus der Fraktion "Bürger für Bürger" (BfB). "Wir gehen von einem Erfolg aus", antwortete Hülpes. Sanierungskoordinator Adam bat darum, doch jetzt kein "Horrorszenario" aufzubauen. Selbst bei einem Abriss der Schule müssten ja die PCB-belasteten Teile separat entsorgt werden: "Ein Plan B würde enorme finanzielle Größenordnungen annehmen." "Gibt es verlässliche Messdaten noch vor der Bundestagswahl?", wollte Bier noch wissen. "Das wird haarscharf klappen", versicherte Adam. Er wolle die Daten sofort weitergeben.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort