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Andy Frei aus Körrig bringt am 1. Oktober seine neue Single „Seenot“ heraus.

Musik-Szene : Seine Songs schreibt das Leben

Neuer Deutschrock: Andy Frei aus Körrig bringt am 1. Oktober seine neue Single „Seenot“ heraus. Der TV sprach mit dem Sänger mit der außergewöhnlichen Stimme.

Andy Frei aus Körrig arbeitet in Luxemburg bei einer Fachfirma für Aktenvernichtung, die auch Festplatten so zerstört, dass keine Daten mehr missbraucht werden können. Die andere Seite des 46-Jährigen ist kreativ und baut musikalisch auf. Frei ist seit gut vier Jahren Musiker, brachte sich als Autodidakt selbst Piano, Schlagzeug, Cajon und Bass bei und auch das Komponieren.

„Meine Texte müssen immer auf Deutsch sein, und ich singe nur eigene Sachen“, darauf lege er großen Wert, sagt er dem TV. Heraus kommen dabei Lieder wie „Meine Ambitionen“, „Mein Bestes für Dich“ oder „Komm’ mit mir“. Mal klingt das eher rockig, mal streift er die Sounds der Schlagerwelt. Mit großer Sinntiefe sind Lieder wie „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ ausgestattet.

Am 1. Oktober geht der Deutsch­rocktitel „Seenot“ bei Instagram und Facebook zum Streamen und Downloaden an den Start. Wer sind seine Vorbilder? „Herbert Grönemeyer, Marius Müller-Westernhagen, Peter Maffay oder Matthias Reim haben Großartiges geleistet, aber kopieren möchte ich sie nicht“, erklärt Frei dazu. Der Künstlername Frei kommt nicht von Ungefähr. Mit jedem Lied kehrt er ein Stück Innerstes nach Außen, lässt seine Zuhörer an seinem Seelenleben teilhaben, was befreiend wirkt, auch für die Zuhörer. Das können auch dramatische Einblicke sein. Aber das lohnt sich, wie aus den Kommentarmails seiner Fans hervorgeht, die oft sagen: „Mit diesem Lied hast du mir sehr geholfen.“

Der bisherige Rekord liegt bei 45 000 Streams auf Spotify von „Mein Bestes für Dich“.

Andy Frei betreibt auch einen eigenen Youtube-Kanal.

Die ganze Arbeit, auch im Studio Tonality mit seinem Produzenten Martin Bauschke in Grevenbroich bei Köln, muss nach Feierabend oder am Wochenende erledigt werden. Urlaub, wie andere Leute ihn verstehen, gibt es nicht. Eine Band gründen? „Schön wäre das, aber in der jetzigen Situation schwer umzusetzen“, erklärt er.

Aber Auftritte gibt es schon. Dann aber mit Halbplayback, zu dem er singt. Und live zu singen, das kann er sich ohne technische Trickserei erlauben, denn die Stimme ist einzigartig und passt hervorragend zu seinen Songs. Das haben auch schon Zuschauer einiger Privatsender gemerkt, wo er live gespielt hat. Weitere Termine in der Region sind bereits geplant, stehen aber noch nicht fest.

Mit dem neuen Titel „Seenot“ fischt er weiter im Ozean des Lebens. Die Angst vor Auftritten hat Andy Frei mittlerweile abgelegt. „Anfangs habe ich im Keller gesungen und es dann auf Facebook veröffentlicht. Leute fanden das cool“, erinnert er sich an die Anfänge. Bei seinem Thema, dem Leben als Ganzem mit all seinen Facetten, will er auf jeden Fall bleiben, emotional und wertvoll für viele.

Seine Familie steht hinter seinem Projekt und die beiden Söhne singen schon mal mit bei den Aufnahmen. „Darauf bin ich sehr stolz“, sagt Andy Frei. Sein Traum bleibt jedoch, von Musik leben zu können. Davon ist er aber noch ziemlich weit entfernt.