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Anerkennung für unermüdlichen Einsatz

Anerkennung für unermüdlichen Einsatz

Im Leben von Wilma Baldowski und Peter König ist das Seniorenhaus "Zur Buche" in Konz ein wichtiger Ort. Beide sind dort seit langer Zeit ehrenamtliche Helfer und werden am Samstag, 29. März, für ihr Ehrenamt geehrt.

Konz. Helfende Hände braucht es in Zeiten einer alternden Gesellschaft dringender denn je. Wilma Baldowski und Peter König sind mit ihrem Ehrenamt im Seniorenhaus "Zur Buche" in Konz leuchtende Vorbilder. Beide werden am Samstag, 29. März, im Rahmen eines Bürgerempfangs in der Staatskanzlei in Mainz durch die Ministerpräsidentin Malu Dreyer geehrt.
Wilma Baldowski, geboren am 2. November 1944, begann vor 15 Jahren mit ihrer Arbeit im Seniorenhaus. Zu dieser Zeit starb ihr Mann an einer schweren Krebserkrankung. Familienangehörige, die ihr Trost und Halt hätten geben können, gab es nicht. Wilma Baldowski war ganz auf sich allein gestellt. Das Seniorenhaus kannte sie durch Spaziergänge mit ihrem Mann. Diese Erinnerung war es, die sie den Entschluss fassen ließ, sich dort ehrenamtlich zu engagieren. In beinah unermüdlichem Einsatz hat sie seither eine Vielzahl von hilfsbedürftigen Senioren unterstützt. Oft ist sie Ersatz für die eigene Familie und wacht bis zum Schluss an den Betten der Kranken.
Auch Angehörige haben durch Wilma Baldowski Unterstützung erfahren. "Ich will etwas Gutes tun und nicht allein zu Hause sitzen. Hier habe ich viele tolle und liebe Leute kennengelernt, die so dankbar sind", sagt Wilma Baldowski.
Der Verlust des Ehepartners führte auch Peter König, geboren am 3. Februar 1946, ins Seniorenhaus. Kurz vor seinem Ruhestand vor fünf Jahren warf ihn der plötzliche Tod seiner Frau aus der Bahn. Ein Jahr lang versuchte er durch Sport den Verlust zu überwinden, bis ihm die Idee kam, sich im Seniorenhaus "Zur Buche" zu engagieren. Da sein Schwiegervater nebenan wohnte, kannte Peter König das Haus vom Sehen. Seither kommt er täglich und bei jedem Wetter aus Igel nach Konz und übernimmt Botengänge, Arztbesuche, Handwerksarbeiten und organisiert Bingorunden. Peter König sagt: "Die Arbeit mit den Menschen macht mir einfach Spaß."
Sowohl Wilma Baldowski als auch Peter König haben durch ihr Engagement ihren persönlichen Verlust überwinden können.
28 Ehrenamtler



Beiden betonen: "Wir sind so froh, dass wir uns für das Ehrenamt entschieden haben. Die Menschen hier sind mittlerweile wie eine Familie für uns."
Elisabeth Schüle, Ehrenamtsbeauftragte des Seniorenhauses, ist froh über die ehrenamtlichen Helfer: "Wir haben eine Gruppe zwischen 25 und 28 Ehrenämtler, die es den Bewohnern ermöglichen, Veranstaltungen zu besuchen und in einer geborgenen Atmosphäre zu wohnen. Wilma Baldowski und Peter König stechen mit ihrer ruhigen und verständnisvollen Art aus dieser Gruppe heraus." lwa