"Anker" für Pflegende

SAARBURG. (red) Im Herbst startet das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Trier-Saarburg, mit "Anker" ("Auftanken Neuer Kräfte - Entlastung durch das Rote Kreuz") ein neues Projekt zur Entlastung Pflegender, die einen an Demenz erkrankten Angehörigen versorgen.

Ehrenamtliche Helfer leisten ergänzende Dienste, indem sie die Erkrankten einige Stunden wöchentlich in deren Häuslichkeit betreuen. Die Angehörigen haben während dieser Zeit die Möglichkeit, eine Ruhepause einzulegen oder eigene Dinge zu erledigen wie Arztbesuche, Behördengänge, Einkäufe. Voraussetzung für die Mitarbeit im Projekt ist die Teilnahme an einer Schulung. Sie richtet sich an Personen, die sich vorstellen können, verwirrte ältere Menschen zu Haus zu betreuen, und die bereit sind, auf die Erkrankten und ihre Bedürfnisse einzugehen und mit ihnen einen kleinen Teil des Tages zu verbringen. Die Schulung vermittelt Kenntnisse zum Krankheitsbild Demenz, Kenntnisse im besonderen Umgang mit den erkrankten Personen, aber auch rechtliche Aspekte wie zum Beispiel das Betreuungsrecht. Die 30-stündige Reihe findet an drei Wochenenden im Herbst statt: 1. und 2. September, 29. und 30. September; 27. und 28. Oktober. Den Abschluss bildet eine fünftägige Hospitation in einer Altenhilfeeinrichtung. Die Schulung ist kostenlos und verpflichtet nicht zur späteren Mitarbeit im Projekt. Wer sich zur Mitarbeit entschließt und Einsätze übernimmt, erhält dafür eine Aufwandsentschädigung. Nähere Auskünfte zum "Anker"-Projekt gibt die Beratungs- und Koordinierungsstelle in Saarburg, Silvia Kugel, unter der Telefonnummer 06581/919113. Sie nimmt auch bis zum 18. August Anmeldungen zur Schulung entgegen.