1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Anlieger in Züsch wollen Fahrbahnrandstreifen kaufen, um den Ausbaubeitrag zu senken

Züsch : Anlieger in Züsch wollen Fahrbahnrandstreifen kaufen

Es gab schon etliche Vorschläge von Bürgern der Züscher Gartenstraße. Nun liegt ein weiterer auf dem Tisch der Gemeinde. Anlieger wollen ihr die Straßenrandstreifen vor ihren Grundstücken abkaufen und sie selbst pflastern.

Wie berichtet kommen auf Eigentümer teils hohe Rechnungen zu. Mit dem beantragten Flächenkauf erhoffen sie sich niedrigere Straßenausbaubeiträge.

Doch das ist unsicher, wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich wurde. Ratsmitglieder, Ortsbürgermeister Hermann Bernardy und Hans-Josef Malburg, Beitragsexperte der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil, nannten dort Risiken. So müssten die neuen Eigentümer für größere Grundstücke ja nicht nur mit höheren Veranlagungen rechnen, sondern vieles darüber hinaus bezahlen: Vermessung, Grunderwerb, Notar und Material für ihre dann privaten Pflaster- und Straßenangleichungsarbeiten. Vor allem aber haften sie dann auch für etwaige Personen- oder Materialschäden. Käufer gingen „ein hohes finanzielles Risiko“ ein, mahnte Malburg. Würden etwa unter Randstreifen verlegte Versorgungsleitungen wie der Telekom beschädigt, wären sie nur „mit sehr hohem Kostenaufwand“ zu reparieren – zu tragen vom jeweiligen Verursacher.

Der Gemeinderat knüpft daher sein Ja zum Flächenverkauf – ohne Gegenstimme bei drei Enthaltungen – an Bedingungen. Verkauft wird nur, wenn alle Anlieger die Seitenstreifen vor ihren Grundstücken erwerben, was bis 30. September 2019 abgeschlossen sein muss. Damit sind die Käufer zudem in der Verantwortung für unter den Streifen verlegte Versorgungsleitungen Dritter. Abgesehen davon sei die jeweilige Flächengestaltung Privatsache, betonte Bernardy. Mit dem Kaufpreis kommt die Gemeinde, die sich laut Bernardy an Bodenrichtwerte zu halten hat, entgegen.