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Anrührende Tage im Mehrgenerationenhaus Saarburg

Anrührende Tage im Mehrgenerationenhaus Saarburg

Das Mehrgenerationenhaus und der Arbeitskreis Integration für Menschen mit und ohne Handicap hat mit seinen Kooperationspartnern in der Glockengießerei Mabilon ein buntes Programm unter dem Motto "Total normal bewegt" für Menschen mit und ohne Handicap veranstaltet.

Saarburg. Gerhard Linz vom Robert-Walser-Haus nannte die Aktionswoche das Schönste und Abwechslungsreichste, was es in letzter Zeit gab. Gemeinsam mit Behinderten und Nichtbehinderten konnte er gemeinsam basteln, spielen, wandern, diskutieren, und man konnte sich gegenseitig kennenlernen.
"Jeden Tag gab es etwas Neues und Spannendes zu erleben", resümiert er die Aktionswoche. An den fünf Tagen wurden abwechselnd Kreativ-Workshops, Ausdrucksspiele, eine interaktive Filmvorführung, eine Wanderung, ein Sinnesparcours, kreatives Arbeiten mit Filz und Basteleien und zum Abschluss ein Sommerfest mit Grillen und Musik angeboten.
Doris Eck vom Robert-Walser-Haus fand es sehr positiv, dass Klienten aus der Gemeindepsychiatrie bei der Aktion die Möglichkeit hatten, außer Haus neue Kontakte zu knüpfen. Sie verspricht sich davon eine nachhaltige Wirkung. Kilian Zender von der Lebenshilfe Trier-Saarburg sah in der gemeinsamen Wanderung eine ausgezeichnete Gelegenheit für Menschen sowohl mit als auch ohne Behinderung, sprichwörtlich einen gemeinsamen Weg zu gehen. Die fünf-stündige Wanderung haben alle Teilnehmer gut bewältigen können, und bei einem Mittagessen auf halber Strecke haben sie über ihre neuen Eindrücke am Wegesrand geplaudert.
Ein weiterer Höhepunkt der Woche war eine interaktive Filmvorführung, bei der die Teilnehmer in den Filmpausen darüber diskutieren konnten, ob die Liebesgeschichte zweier Menschen mit Handicap ein Happy End finden wird. Bei gemeinsamen Basteleien haben die Teilnehmer ihre Kreativität unter Beweis gestellt und beim Sinnesparcour alle fünf Sinne geschärft. Abgerundet wurde die Aktion mit einer Bilderausstellung von Vinzenz Lamm, Hans-Peter Faber und Katharina Hölzemer sowie einem großen Sommerfest mit Grillen und Musik zum Abschluss.
Anette Barth vom Mehrgenerationenhaus freute sich über die große Resonanz und insbesondere über die Teilnahme von Menschen ohne Behinderung. Die Veranstaltungen wurden täglich von 30 bis 80 Personen besucht, von denen etwa ein Drittel nicht-behinderte Menschen waren. Das Miteinander aller Teilnehmer war überaus herzlich und verständnisvoll. Anette Barth lobte auch die gute Zusammenarbeit aller Kooperationspartner. Sie freut sich bereits auf eine weitere Veranstaltung im nächsten Jahr. gin