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Anschluss an die ehemalige Bahntrasse

 Losheims Bürgermeister Lothar Christ (zweiter von links) war einer der ersten Radler auf dem neuen Weg. Foto: Ferdinand Seyfried
Losheims Bürgermeister Lothar Christ (zweiter von links) war einer der ersten Radler auf dem neuen Weg. Foto: Ferdinand Seyfried
Mit einer Radtour fand die offizielle Eröffnung der Verbindungsroute vom Losheimer Stausee nach Greimerath im Hochwald statt. Die bekannte Wanderregion wird dadurch um eine Attraktion reicher.

Losheim/Greimerath. (fs) "Alles, was dem Tourismus nützt, ist uns willkommen", sagte am Mittwoch Wolfgang Schäfer, Besitzer des Hochwälder Brauhauses, zur Begrüßung der Tourismus-Verantwortlichen im saarländischen Landkreis Merzig-Wadern. Anlass für einen kleinen Empfang war eine vorangegangene Radtour als offizielle Eröffnung der 17 Kilometer langen Verbindungsroute vom Saarland-Radweg am Losheimer Stausee nach Greimerath zum Ruwer-Hochwald- Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse von Hermeskeil ins Moseltal. Die neue Strecke führt von der Ortsmitte von Greimerath über die Landesgrenze, streift Bergen und endet am Stausee Losheim. Umgekehrt führt der Weg weiter bis Zerf. Für die Strecke innerhalb der Gemeinde Losheim am See war die saarländische Gemeinde verantwortlich, jenseits der Landesgrenze der Kreis Trier-Saarburg. Die Kosten auf Losheimer Seite in Höhe von 7500 Euro wurden vom Wirtschaftsministerium zu 70 Prozent getragen. Bürgermeister Lothar Christ, die Bergener Ortsvorsteherin Mechthild Krewer, Gerhard Witt vom Gemeinderat Greimerath und Mitarbeiter des Losheimer Bauamtes hatten am Vormittag die Piste unter die Lupe genommen und nach erforderlichen Verbesserungen Ausschau gehalten. Die hielten sich in bescheidenen Grenzen. Der Anschluss in Rheinland-Pfalz an den attraktiven großen Radweg ist noch nicht fertig. Es gibt bislang eine Reihe von Teilstücken in verschiedenen Gemeinden. Zusammengefügt wird das Ganze spätestens 2009, wie zu erfahren war. Dennoch sieht Bürgermeister Christ schon jetzt in der Verbindung großes touristisches Potenzial: "Die ideale Strecke für den Abstieg vom Hochwald zur Mosel hinunter." Das neue Wegenetz sei auch für weniger ambitionierte Radfahrer wie Familien geeignet, sagte Christ. Er hoffe nun auf eine ähnlich erfolgreiche Vermarktung der Radwege wie bei den Wanderwegen. Losheim sei ein touristisches Pfund, meinte Wirtschafts- Staatsekretär Christian Ege in Losheim. Bemerkenswert sei der Umfang privater Investitionen. Deswegen werde sein Ministerium Projekte wie den Radweg weiter unterstützen. Lydia Hoff-Güdelhöfer vom Naturpark Saar-Hunsrück zeigte sich beeindruckt vom Tempo der Baumaßnahme. Peter Klein, Geschäftsführer des Kreis-Tourismusverbandes, will zusammen mit dem Land das Thema Radfahren stärker ins Visier nehmen. Er kündigte an, dass Radtouren kreisüberschreitend nicht nur entlang der Flusstäler angeboten werden.