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Arbeiten am Mehrgenerationenplatz in Saarburg gehen zügig voran

Infrastruktur : Der Platz am Bach nimmt Form an

Der Grillplatz und das hölzerne Spielschloss stehen bereits. Am Leukbach hinter der Saarburger Stadthalle gehen die Bauarbeiten für den neuen Mehrgenerationenplatz zügig voran.

Wenn man dieser Tage über den Cityparkplatz geht, fällt einem sofort die Baustelle am Rande ins Auge. Dort stehen Baumaschinen, und Erdhaufen türmen sich. Eine große Holzburg überragt das Gelände an der Leuk neben dem Haus der Vereine, der ehemaligen Kita. Dort entsteht ein Mehrgenerationenplatz, der Treffpunkt für alle Altersgruppen mit Möglichkeiten zum Spiel, Bewegung und Ruhe werden soll.

Der Platz ist Teil eines städteplanerischen Konzepts, das auch die Renaturierung des angrenzenden Leukbachs, inklusive einer umgestalteten Brücke, umfasst. Die soll für Radfahrer, Fußgänger und Rollstuhlfahrer besser geeignet sein als die jetzige Konstruktion.

Die Bauarbeiten liegen laut Auskunft der Stadtverwaltung im Plan. Der Grillplatz ist fertiggestellt, die Senioren-Fitnessgeräte und die Kleinkind-Rutschanlage sind aufgebaut, und die Fallschutzmatten an den Geräten werden gerade ausgelegt. Noch in diesem Jahr werden die restlichen Arbeiten für das Projekt ausgeschrieben. Die Stadtspitze kann auf die einmütige Unterstützung des Saarburger Stadtrates setzen. Neben der CDU-Mehrheit ist auch die Opposition mit im Boot, alle Grundsatzbeschlüsse wurden einstimmig gefasst.

Im Januar 2017, in der vorherigen Legislaturperiode, hatte die SPD das Vorhaben, das Kita-Gebäude und das Außengelände umzunutzen, zunächst noch skeptisch gesehen und sich im Haupt- und Finanzausschuss enthalten beziehungsweise dagegen gestimmt. Diese „mangelnde Unterstützung“ hatte Unmut bei der CDU ausgelöst. Es seien damals Fragen bezüglich der Folgekosten aufgetreten, später im Stadtrat habe man aber zugestimmt, sagt der heutige Fraktionsvorsitzende der SPD, Manuel Müller. Diese Ratsfraktion stehe jedenfalls voll hinter dem Projekt. Diese Unstimmigkeiten, die sich auch in einigen geharnischten Kommentaren bei Facebook gezeigt hatte, haben die Fraktionen mittlerweile im Gespräch geklärt, sagen die Beteiligten auf Nachfrage des TV übereinstimmend. Man ziehe an einem Strang, hieß es.

Der Spielplatz werde im Frühjahr 2021 nutzbar sein, sagt Bürgermeister Jürgen Dixius. Er hofft, dass das Gesamtprojekt dann im kommenden Sommer eingeweiht werden kann. Dixius: „Momentan erleben wir durch die Beschränkungen in der Pandemie einen Mangel an sozialen Kontakten. Wenn es die Situation wieder erlaubt, möchten wir mit diesem Projekt einen Ort schaffen, an dem sich Familien, Jung und Alt und Vereine begegnen können. Die Gemeinschaft soll hier wieder gestärkt werden“.

Großen Wert wurde bei der Planung auch auf die Inklusion gelegt, der überwiegende Teil der Anlage soll von Menschen mit körperlichen Einschränkungen genutzt werden können. Der Clou werde ein Trampolin, das auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden könne.

Bleibt nur noch, dem Kind einen Namen zu geben. „Mehrgenerationenplatz“ ist den Verantwortlichen zu sperrig. Daher ruft die Stadt dazu auf, Namensvorschläge per Mail an rathaus@saarburg.de zu senden.