Arbeiten für Saarburg-Terrassen auf Kasernengelände haben begonnen

Saarburg : Mammutprojekt in Beurig nimmt Formen an

Die Arbeiten für die Saarburg-Terrassen mit 360 Wohneinheiten auf dem einstigen Kasernengelände haben begonnen.

Wo im Saarburger Stadtteil Beurig einst das französische Militär residierte, entstehen in den kommenden Jahren um die  360 Wohneinheiten, öffentliche Räume, die Gärten von Saarburg sowie Naherholungsflächen. „Saarburg-Terrassen: Öffentliche Räume“ nennt sich das Projekt der Stadt, das das Bundesinnenministerium mit fünf Millionen im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ fördert (der TV berichtete).

Das Großprojekt Herzstück der Saarburg-Terrassen ist ein zentraler Grünzug, der sich als bepflanztes, 30 Meter breites Band vom Anfang des Quartiers auf Höhe des Edeka-Supermarkts bis zum ehemaligen Küchenhaus, einem großen Kasernengebäude mit Turmuhr, erstrecken wird. Die parkähnliche Anlage soll mit Sitzgruppen und Spielflächen für Kinder ausgestattet werden und den Bürgern Raum bieten, um sich zu treffen. Auf dem grünen Streifen, der direkt zu den Gärten von Saarburg leitet, möchte die Stadt außerdem Blumen pflanzen, die Bienen eine Nahrungsquelle bieten und somit zur Erhaltung der nützlichen Insekten und eines intakten Ökosystems beitragen. Mit der Freilegung der Fläche, auf der das grüne Band entstehen soll, wurde bereits begonnen.

Am Ende des Grünzugs steht das alte Küchenhaus, dessen Sanierung und Umgestaltung ebenfalls zum geförderten Großprojekt Saarburg-Terrassen gehört. Es soll später einmal den Übergang zwischen Wohnviertel und der Gartenanlage markieren und gastronomisch genutzt werden. Damit entsteht ein weiterer Treffpunkt für Anwohner und auch Besucher, die die Gärten erkunden. Geplant ist, dass zwei Bereiche für die Bewirtschaftung der Gäste hergerichtet werden, die in verschiedene Richtungen zeigen: einerseits zum Wohnquartier und andererseits zur großflächigen Parklandschaft.

Die Gärten von Saarburg werden aus Ausstellungsflächen und Mustergärten bestehen. Im Zentrum soll ein Wasserband angelegt werden. Den Eingangsbereich bildet ein altes Kasernengebäude, in dem einmal die Kasse, ein Imbiss, ein Souvenirladen und Ausstellungs- sowie Eventräume entstehen sollen.

Die Kosten des Großprojekts Die Umsetzung dieses zweiten Projektabschnitts kostet rund 7,7 Millionen Euro, wovon fünf Millionen Euro aus dem Programm des Bundes kommen. Im November 2017 hatte die Stadt Saarburg für den ersten Teil des Projekts bereits eine Förderzusage über 430 000 Euro erhalten – bei Kosten von rund 640 000 Euro. Hauptbestandteil des ersten Projektabschnitts waren die Konzeption, notwendige Sicherungsmaßnahmen an den erhaltungswürdigen Kasernenbauten wie dem Küchenhaus sowie Vorarbeiten zum Anlegen des geplanten Grünzugs.

Parkplatz im Bau Der Bauschutt, der beim Abriss des ehemaligen Exerzierplatzes für das grüne Band entsteht, wird beim Bau eines Quartiersparkplatzes wiederverwertet. Der Parkplatz entsteht derzeit für 600 000 Euro an der Irscher Straße gegenüber des Supermarkts. Die Stellflächen sollen die geplanten Straßenzüge im Quartier de Lattre einmal verkehrstechnisch entlasten.

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