Arbeiter von Maschine erschlagen

Auf dem Gelände der Hermeskeiler Firma Thomé hat es am Dienstag einen Arbeitsunfall gegeben. Dabei wurde ein 52-Jähriger getötet. Der Mann aus Züsch wurde von einer circa zwei Tonnen schweren Schleifmaschine erschlagen. Diese war aus bisher noch ungeklärter Ursache von einem Gabelstapler gekippt.

Hermeskeil/Züsch. Für einen 52 Jahre alten Arbeiter der Hermeskeiler Maschinenbaufirma Thomé kam am Dienstagvormittag jede Hilfe zu spät. Der Mann aus Züsch (Verbandsgemeinde Hermeskeil) erlag laut Polizei noch auf dem Betriebsgelände im Gewerbegebiet Grafenwald den Verletzungen, die er sich bei einem folgenschweren Unfall zugezogen hatte.
Nach ersten Ermittlungen hatte der 52-Jährige gegen 11.20 Uhr mit seinem Gabelstapler eine schätzungsweise zwei Tonnen schwere Schleifmaschine auf dem Hof transportiert. Bevor er diese auf dem Boden absetzte, stieg der Mann vom Fahrersitz und ging nach vorne zur Ladung. Wie Franz Petry von der Hermeskeiler Kripo auf TV-Anfrage sagt, wollte der 52-Jährige dort Kanthölzer unter die Maschine legen. Während er damit beschäftigt war, sei das tonnenschwere Gerät aus bisher noch ungeklärter Ursache von den Gabelzinken gekippt.
Am Oberkörper getroffen


"Die Maschine hat den Mann am Oberkörper getroffen und erschlagen", so Petry. Zwar hätten herbeigeeilte Arbeitskollegen noch versucht, das unter der Maschine liegende Unfallopfer zu befreien. "Das haben sie aber leider nicht geschafft", sagt der Kripo-Beamte.
Das gelang erst der Hermeskeiler Stützpunktfeuerwehr, die mit einer Hydraulikpresse die Schleifmaschine anheben konnte. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 52-Jährigen feststellen.
Opfer war Feuerwehrmann


Wehrführer Daniel Bredel sagt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass den Hermeskeiler Helfern dieser Einsatz "besonders nahegegangen ist. Denn wir haben den Mann gut gekannt. Er ist aktives Mitglied in der Nachbarwehr Züsch", so Bredel.
Um den Unfallhergang genau zu rekonstruieren, hat die Hermeskeiler Polizei die Berufsgenossenschaft und das Gewerbeaufsichtsamt eingeschaltet.
In der Hochwaldstadt gab es in der jüngeren Vergangenheit zwei weitere Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang. Im Februar 2010 kam ein 18-Jähriger auf dem Betriebsgelände einer Baufirma ums Leben. Damals hatten sich bei der Wartung eines Baggers Teile von der Maschine gelöst und den Jugendlichen am Kopf getroffen. Im Dezember 2011 wurde ein 70 Jahre alter Mitarbeiter eines Altmetallhandels getötet, als er von einer Farbmischmaschine - ein kühlschrankgroßes Metallteil - zwischen einem schwenkbaren Kran und der Wand der Ladefläche seines Lasters eingeklemmt wurde.