Arbeitsunfälle: Unfall mit Traktor in Schoden, Stromschlag in Saarburg

Kostenpflichtiger Inhalt: Schoden/Saarburg : Zwei tragische Unfälle kurz hintereinander

Ein Gemeindearbeiter verunglückt am Dienstag bei Schoden. Ein Bauarbeiter erleidet am Mittwoch einen tödlichen Unfall in Saarburg.

Von Marion Maier

Gegen 20 Uhr ging am Dienstag der Notruf ein. Ein Jäger meldete laut Polizei einen Traktorunfall nahe dem Geisberghaus oberhalb der Weinberge im Wald bei Schoden. Der Fahrer, der Gemeindearbeiter des Orts, hatte dort im Auftrag der Gemeinde eine Wiese in Hanglage gemulcht. Dabei ist der Trecker laut Polizei zur Seite gekippt und hat sich überschlagen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimation sei der 56-Jährige laut Polizei an der Unfallstelle gestorben. Ein Notarzt und das Deutsche Rote Kreuz waren im Einsatz, außerdem die Feuerwehren aus Schoden, Ockfen, Beurig und Saarburg und die Polizei.

Wie Armin Görgen, stellvertretender Leiter der Polizeiinspek­tion Saarburg auf Nachfrage mitteilt, erfolgt eine Leichenschau. Es werde eruiert, wann sich der Unfall ereignet habe. Ein Gutachter, der Unfälle untersucht, ermittele die Unfallursache. Der Traktor war laut Polizei recht stark deformiert nach dem Unfall. Das Fahrzeug habe über eine Kabine verfügt, heißt es von Seiten der Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg-Kell.

Schodens Ortsbürgermeister Rüdiger Hausen sagt auf TV-Anfrage: „Der Gemeindearbeiter war erfahren. Er war bereits seit einigen Jahren im Amt.“ Martin Alten, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell, ergänzt: „Der Mann war im Ort bekannt und beliebt. Als Gemeindearbeiter war er meist den ganzen Tag dort unterwegs. Entsprechend groß ist die Betroffenheit.“

Immer wieder kommt es zu Unfällen, bei denen Traktoren umkippen. Im April 2018 ist ein Winzer auf der Ayler Kupp tödlich verunglückt. Wie die Polizei aktuell auf TV-Anfrage mitteilt, konnte damals die Ursache nicht genau ermittelt werden. Vermutet wird, dass es sich um eine Verkettung unglücklicher Umstände gehandelt hat. So sei ein Fass mit Flüssigkeit vorne an dem Traktor befestigt gewesen, das bei der eventuell unglücklichen Einfahrt in den noch dazu sehr steilen Hang mit zu einer Schwerkraftverlagerung und dem Kippen geführt haben könnte.

Walter Clüsserath, Vorsitzender des Bauern- und Winzerverbands im Landkreis Trier-Saarburg, sagte damals, viele Gründe könnten dazu führen, dass ein Traktor kippt, beispielsweise ein Loch im Boden, feuchter Untergrund, ein Anhänger mit Flüssigkeit, die in eine Richtung schwappe, oder auch ein kurzer Moment der Unachtsamkeit. Clüsserath rät generell zu Traktoren mit Kabinen, wie er in Schoden im Einsatz war, und sagt aber auch: „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nie. Es ist immer gefährlich, mit Maschinen zu arbeiten.“

Gerade mal 4000 Meter entfernt von Schoden ereignete sich am Mittwoch gegen 13.30 Uhr der zweite tragische Zwischenfall in der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell. Auf der Baustelle des Saarburger Verwaltungsgebäudes, das nach dem Brand vor einem Jahr wiederhergestellt wird, erlitt ein Arbeiter bei Schweißerarbeiten einen elektrischen Schlag. Eine Firma ist damit beauftragt, die Öltanks im dortigen Keller auszubauen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimation starb der 30-jährige Arbeiter aus dem Saarland laut Polizei später im Brüderkrankenhaus in Trier.

Auch dort waren ein Notarzt und das Deutsche Rote Kreuz Saarburg im Einsatz, außerdem die Feuerwehren aus Saarburg-Beurig und Saarburg, das Gewerbeaufsichtsamt und die Polizei Saarburg.

Der Kriminaldienst aus Trier ermittelt laut Polizei zusammen mit der Gewerbeaufsicht nun die Ursache des Stromschlags.

Zeugen des Schodener Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion in Saarburg zu melden, Telefon 06581/9155-0.

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