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Auch diese vier wollen das Direktmandat

Auch diese vier wollen das Direktmandat

Drei Direkt-Kandidaten von SPD, CDU und Grünen für den Wahlkreis Konz/Saarburg haben wir schon vorgestellt. Heute stehen die Bewerber der Parteien im Fokus, die aktuell nicht im Mainzer Landtag vertreten sind.

Konz/Saarburg. Von den 101 Sitzen im rheinland-pfälzischen Landesparlament gehen 51 an die Gewinner der Wahlkreise. Einer dieser Wahlkreise heißt Konz/Saarburg und umfasst die Verbandsgemeinden Hermeskeil, Kell am See, Konz sowie Saarburg.Landtagswahl 2016


Aktueller Wahlkreisabgeordneter ist Bernhard Henter (CDU). Er kandidiert ebenso erneut für das Direktmandat wie Stephanie Nabinger (Grüne), die den Sprung über die Landesliste ins Parlament schaffte. Nach dem Sozialdemokraten Alfons Maximini 2011 tritt 2016 für die SPD Lothar Rommelfanger an (der TV berichtete).
Doch nicht nur Kandidaten der im Landtag vertretenen Parteien wollen in den neuen Landtag. Der TV stellt sie vor:
Für die FDP tritt Claus Piedmont an. Der 57-Jährige ist Winzer und Leiter der Weinprüfstelle der Landwirtschaftskammer. Er ist seit vielen Jahren kommunalpolitisch aktiv. Er macht sich unter anderem für den Mittelstand sowie die Förderung von Existenzgründungen stark. Er will, dass der Moselaufstieg gebaut wird. Stichwortartig benennt er folgende Ziele: Förderung von Industriegebieten, schnelles Internet, Stärkung der frühkindlichen Bildung, gerechte und bezahlbare Energiewende. Er fordert eine deutliche Entlastung der Kommunen durch bessere Verteilung der Geldströme im Land sowie Naturschutzgesetze, die Landbesitzer nicht auf Umwegen enteignen.

Georg Bauer (Die Linke) ist 50 Jahre alt, selbstständig und hat eine erwachsene Tochter. Er lebt mit seiner Partnerin in Saarburg. Bauer ist Sprecher des Ortsverbandes der Linken in Saarburg. Zu seinen politischen Zielen sagt er: "Immer mehr kleine Bäckereien und Fleischereibetriebe in der Region müssen schließen, weil sie mit den Dumpingpreisen in den Supermärkten nicht mithalten können oder weil sie keinen Nachfolger haben für ihren Betrieb." Auch viele Milchbauern hätten ähnliche Probleme. "Ich werde mich für die Förderung der regionalen Wirtschaft und für kleine Betriebe einsetzen", sagt Bauer. Seit 30 Jahren kämpfe er für die Schließung des Atomkraftwerks Cattenom. "Das muss fortgeführt werden, denn die Störfälle werden immer häufiger und die Bedrohung größer", sagt Bauer.

Detlef Müller-Greis kandidiert für die FWG und ist 55 Jahre alt, geschieden. Er hat drei Kinder im Alter von 16, 21 und 23 Jahren. Der Biologe mit Doktortitel arbeitet als selbstständiger Versicherungsberater und leitet nebenbei die Naturkundewerkstatt der Katholischen Erwachsenenbildung in Trier. Müller-Greis ist unter anderem Stadtratsmitglied in Konz und Ortsvorsteher in Könen. Seiner Auffassung nach werden die Kommunen durch die Politik der Landesregierung mehr und mehr in ihrer Entscheidungsfreiheit und ihren Gestaltungsmöglichkeiten blockiert.
Es fehle im Landtag an einer wählbaren Alternative zu den großen Parteien. "Hier ist es unsere Pflicht als Freie Wähler, genau diese Alternative anzubieten", sagt Müller-Greis. Nur derjenige sollte einen Wahlkreis im Landtag vertreten, der diesen Wahlkreis auch gut kennt. "Dazu reicht es nicht, vor den Wahlen zu den regionalen Festen und Veranstaltungen zu erscheinen und danach wieder zu verschwinden."

Jens Ahnemüller ist 54 Jahre alt, verheiratet, KFZ-Mechaniker und hat eine Tochter. Der Konzer tritt für die AfD an. Er sagt: "Ich trete auf allen politischen Ebenen für Demokratie, Volkssouveränität, Rechtsstaatlichkeit, Subsidiarität und Meinungsfreiheit ein, damit die Menschen in Rheinland-Pfalz, Deutschland und Europa in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben und arbeiten können." Die AfD rücke das Wohl des Landes und seiner Menschen in allen Politikfeldern wieder in den Mittelpunkt der Politik und stelle sich gegen die zunehmende Tabuisierung von wichtigen Themenfeldern. Seine Ziele und die seiner Partei lauten unter anderem, die Altersarmut zu reduzieren und das "Asylchaos" zu beenden. Die kommunale Verkehrsinfrastruktur soll verbessert werden. Es soll der Ausdünnung des ländlichen Raums entgegengewirkt werden.
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