Auf den zweiten Blick

Wer das Wappen des Konzer Stadtteils Krettnach finden will, braucht gute Augen oder die Feuerwehr. Über deren Tor blickt das Krettnacher Wappen den aufmerksamen Betrachter an.

Konz-Krettnach. (kbb) Der gespaltene Schild des Krettnacher Wappens zeigt in der linken Hälfte auf grünem Grund den Chorturm der romanischen Krettnacher Pfarrkirche St. Ursula, der wegen seiner großen Höhe im gesamten Tälchen gut sichtbar ist - und deshalb als Wahrzeichen Krettnachs dessen Wappen ziert. Wein rankt durch das Wappen

Im rechten Teil des Schildes zeugt eine grüne Weinranke auf silbernem Grund von der Weinbau-Tradition im Tälchen. Wenn ein Wappen ohne Farbinformation wiedergegeben werden soll hat sich in der Heraldik, der Wappenlehre, ein Schraffursystem etabliert, das im Fall des Krettnacher Wappens im Schild der Feuerwehr nicht angewendet wurde. Wird für die Farbe Gold ein gepunktetes Muster verwendet, wird Rot durch senkrechte Schraffuren, Blau durch waagerechte Linien, Grün und Purpur durch diagonale Schraffuren und Schwarz durch ein enges Liniengeflecht symbolisiert. Der Ort im Konzer Tälchen hat dabei eine lange Geschichte und ist - wie viele Orte - keltischen Ursprungs. Erstmals wird Krettnach im Jahr 1147 als "Cretenach" urkundlich erwähnt und gehörte in der Folge zur Herrschaft der Trierer Abtei St. Matthias.