Auf Karl Mays Spuren

VIERHERRENBORN. (hm) Wenn in Pluwig die Karl-May-Festspiele beginnen, ist Thomas Brose mit seinem Wallach "Rocky" als Darsteller dabei. In seinem Heimatort ist der Landwirt aus Überzeugung Chef der Freiwilligen Feuerwehr.

"Viele Landwirte klagen über zu viel Arbeit und dass sie zu viel Land zu bewirtschaften haben. So ging es mir vor einigen Jahren auch noch. Doch dann habe ich mir selbst Grenzen gesetzt und den Betrieb verkleinert. Seitdem geht es mir betriebswirtschaftlich bedeutend besser als damals." Das sind die Worte des 43-jährigen Landwirtschaftsmeisters Thomas Brose, der 1952 mit Eltern und Großeltern als Siedler nach Vierherrenborn kam. "Opa Josef hat den Hof aufgebaut, und mein Vater Alfons hat ihn weitergeführt. Vor 13 Jahren habe ich dann den Hof übernommen und bin seit dieser Zeit selbstständig", sagt Brose, betont aber im gleichen Atemzug, dass beide Elternteile ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Rund 120 Hektar habe er zu bewirtschaften, davon seien 100 Hektar Grünland, der Rest Ackerland. 200 Tiere, davon 70 Mutterkühe mit dem Schwerpunkt auf der Kälbermast, sind die Erwerbsgrundlage. Doch die Landwirtschaft ist nicht alles. In die Feuerwehr wurde Brose mit 16 Jahren aufgenommen und absolvierte nach und nach alle Lehrgänge. Heute ist er Wehrführer. "Da meine Zeit sehr beschränkt ist, habe ich zur Bedingung gemacht, dass einige Dinge an andere Feuerwehrkollegen delegiert wurden. Das klappt auch ganz gut." Doch Brose hat noch mehr Ambitionen. "Bei den jährlichen Karl-May-Festspielen in Pluwig ist er als Gründungsmitglied der Institution immer mit Wallach "Rocky" als Darsteller dabei. "In diesem Jahr war meine Rolle die des Colonel, der die Armee anführt." Seine Leidenschaft sind seine beiden Pferde. Gemeinsam mit Partnerin Nicole reitet er dann durch die Natur. Ein Pony für den Nachwuchs, seinen einjährigen Sohn Lukas, sei auch schon in Aussicht, sagt der ehrenamtliche Wildschadensschätzer, stellvertretende Jagdvorsteher und ehrenamtliche Beirat des Maschinenrings.