Auf Schusters Rappen im Banne des Sees

Auf Schusters Rappen im Banne des Sees

KELL AM SEE. (hm) Reges Treiben herrschte am Wochenende in Kell und um den Keller Stausee. Der Grund: Die 21. Internationale Volkswanderung bescherte der Hochwaldgemeinde am Wochenende mehr als 2000 wanderfreudige Gäste.

Die Sonne gab alles in der Verbandsgemeinde Kell am See, und ein frischer Wind tat das übrige, die vielen Wanderer rund um den Keller See zufrieden zu stellen. Es waren nicht bloß ein paar Familien, die das Wochenende dazu nutzen, rund 2000 Wanderfreunde machten sich bei der IVV-Wanderung auf den Weg.Ein Eintrag für das Wanderbuch

In der Kultur- und Sporthalle Kell am See herrschte deshalb am Wochenende ein ständiges Kommen und Gehen, denn dort war die Meldestelle eingerichtet. Der Vorsitzende Emil Schmitt war durchweg begeistert: Denn mehr als 2000 Wanderer hat der Verein der Wanderfreunde Kell am See gezählt, die am Samstag und Sonntag ihren Eintrag in das Wanderbuch abholten. Es waren jedoch selten mehr als drei bis fünf Personen, die man als Gruppe in und um die Hochwaldgemeinde zu Gesicht bekam. Für die Verpflegung an den einzelnen Kontrollstellen sorgten die Wanderfreunde aus Kell. Insbesondere die Frauen unterstützen den Verein an beiden Tage. "Wir gehören keinem Verein an", offenbaren sich Paul und Christine Heidrich sowie Klaus und Gaby Drahos aus Idar-Oberstein. "Aber an der IVV-Wanderungen nehmen wir jedes Jahr teil und erfreuen uns an der schönen Hochwaldregion, insbesondere an dem romantischen See." Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Biwer ist ein Mann der ersten Stunde des Vereins und Gründungsmitglied. Er erinnert sich noch genau an die Anfänge: "Die ersten zehn Jahre vor der eigentlichen Gründung im November 1985 gehörten die Wanderfreunde dem Sportverein Kell als Abteilung an", sagt Biwer. "30 Wanderer, die weder dem Sportverein, noch der Abteilung angehörten, hatten die Idee, einen eigenen Verein zu gründen." Dazu habe auch er gehört und der spätere Gründungsvorsitzende, Herbert Lauer, damaliger Abteilungsleiter beim Sportverein, habe ebenfalls Interesse an einem eigenen Wanderverein gezeigt. "Wir sprachen mit dem Sportverein und holten dessen Einwilligung zu einer Neugründung eines eigenen Vereins ein, denn wir wollten keinen Unfrieden stiften. Der SV war auf Anhieb einverstanden. Doch machte uns der Verband zur Auflage, bei Null anzufangen. Das heißt, alle in den vergangenen zehn Jahren gewerteten Wanderungen wurden hinfällig und zählten bei der Neugründung nicht mehr" , berichtete er. Vorsitzender sei damals Herbert Lauer geworden, Heinz Liecher dessen Stellvertreter. Auch aus den Ortschaften Grimburg, Schillingen und Waldweiler habe je eine Person dem Vorstand angehört. "Die erste IVV-Wanderung war 1986", erinnert sich Biwer. "Jedes Jahr kamen rund 2200 Wanderer zu der Veranstaltung, etwa so viele auch in diesem Jahr. Eine Ausnahme gab es 1990, da kamen rund 5000 Wanderfreunde zu uns." Die Wanderfreunde kamen aus Deutschland, Luxemburg, Belgien, Frankreich und Holland. Außer den Eintragungen in das Wanderbuch lockten auch Preise die Teilnehmer an. So erwanderte sich der Lauftreff aus Kell am See den Pokal als bester einheimischer Verein mit 18 Teilnehmern. Als bester auswärtiger Verein waren die Läufer aus Trier-Zewen mit 68 Teilnehmern dabei, zweitbester Verein waren die Wanderer aus Reinsfeld mit 53 Teilnehmern.

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