Auf Wanderer eingestellt

Losheim/Sitzerath. In der aktuellen Ausgabe des Deutschen Wander-Magazins werden in einer Sonderveröffentlichung auf 36 Seiten vom Felsenweg bis zum Litermont-Sagenweg alle 13 Premium-Wanderwege des Landkreises Merzig-Wadern vorgestellt.

In einer Pressekonferenz im Hochwälder Brauhaus am Losheimer Stausee haben der Tourismusverband Merzig-Wadern und das Deutsche Wander-Magazin das 36-seitige Special "Premium-Wandern im Dreiländereck" präsentiert, das alle 13 Premium-Wanderwege im Grünen Kreis vorstellt. Die Juni-Ausgabe des Wander-Magazins erscheint in einer Auflage von 38 170 Exemplaren und 20 000 Sonderdrucken. Das Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg hat sich an die Spitze der deutschen Wanderziele gesetzt. Innerhalb von zwei Jahren sind im Landkreis Merzig-Wadern 13 so genannte Extra-Touren entstanden, Tageswanderwege, die höchsten Ansprüchen genügen. Sie sind nach einer Anregung des deutschen "Wanderpapstes" Rainer Brämer entwickelt und vom Deutschen Wanderinstitut in Marburg vorab zertifiziert worden. "Unsere neuen Wanderwege haben bei ihrer Zertifizierung Bestnoten erzielt. Den Wanderer erwarten bei uns echte Traumtouren", sagte Peter Klein, Geschäftsführer des Tourismusverbands Merzig-Wadern. "Doch damit nicht genug: Auch Gastgeber und Übernachtungsbetriebe haben sich auf wandernde Gäste eingestellt und lassen sich vom Deutschen Wanderverband in Kassel zertifizieren." Die Extra-Touren bereits unter seine Füße genommen hat Andreas Vierkötter, Redakteur des Wandermagazins. Die Ergebnisse seiner Recherchen sind jetzt in der Juni-Ausgabe des Wandermagazins in einem herausnehmbaren Sonderheft nachzulesen. Vom Felsenweg über die Tafeltouren am Losheim Stausee, der Saarschleife und in Wadrill, die in der Gemeinde Nonnweiler im Ortsteil Sitzerath beginnt, bis hin zum Merziger Wolfsweg und zum Litermont-Sagenweg in Beckingen - alle 13 Touren werden herrlich bebildert auf 36 Seiten detailliert beschrieben. "Meine Euphorie ist erfüllt worden", sagte Vierkötter in Losheim. Sein Rat: Nicht alle Touren am Stück erwandern, sondern besser verteilt auf mehrere Wochenenden. "Die Wege haben mich umgehauen", schwärmt Vierkötter. "Ich habe selten so etwas erlebt." Am meisten hätten ihn die Saarschleifen-Tafeltour, der Felsenweg und der Oppig-Grät-Weg in Losheim als "Schluchtenpfad aus einem Guss" beeindruckt: "Solch erregende Wanderwege bietet in dieser Dichte keine andere Region in Deutschland." Teilnehmer der Pressekonferenz waren neben den Tourismus-Verantwortlichen der Gemeinden und des Kreises Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismus-Zentrale Saarland, die Vertreter des Naturparks Saar-Hunsrück und Michael Sänger, Chefredakteur des Wandermagazins. Achim Laub von der Gemeinde Losheim am See berichtete, dass allein am Felsenweg an Pfingsten mehr als 600 Wanderer gezählt wurden. Sie seien bei ihrer anschließenden Einkehr vor Begeisterung regelrecht übergeschäumt. Jetzt müsse systematisch daran gegangen werden, die Gastronomie zu motivieren, sagte Laub: "Wir brauchen freundliche Gastgeber, die mit den Wanderern über ihre Erlebnisse reden können."

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