Auf zur schwimmenden Sektbar

NITTEL. Schwimmende Kühe, ein auf den Wellen dümpelndes Feuerwehrauto und rund 100 Frauen und Männer, denen das Wasser bis zum Hals steht - was im ersten Moment wie eine Flutkatastrophe anmutet, war jedoch der Auftakt zum 13. Moselfest der DLRG-Ortsgruppe Nittel.

Es war schon ein lustiger Haufen, der sich in Neoprenanzüge gezwängt seinen Weg durch die Fluten der Mosel bahnte. Ausgerüstet mit diversen "lustigmachenden" Getränken begaben sich Froschmänner und -frauen aus ganz Deutschland auf eine rund einen Kilometer lange Strecke. Ziel war die in ihrer Art wohl einzigartige "schwimmende Sektbar", wo das inzwischen schon traditionelle Obermosel-Schwimmen seinen Abschluss fand.Go-Go-Girl am Moselstrand

Manch einer der zahlreichen Schaulustigen war darüber verwundert, wie man sich trotz Sektflasche in der linken und Glas in der rechten Hand über Wasser halten kann. Doch für die 100 Rettungsschwimmer und Taucher war das kein Problem. Zudem gab es Schwimmhilfen in Form von aufblasbaren Gummi-Kühen und ein Styropor-Löschfahrzeug.Bereits zum 13. Mal hatte die Nitteler Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zu dem Fest ans Moselufer geladen. Ein abwechslungsreiches Programm sorgte dafür, dass bei den Gästen keine Langeweile aufkam.Wer seine Fähigkeiten beim Wasserski oder Kanufahren testen wollte, hatte dazu die Möglichkeit. Für die nötige Sicherheit auf dem kühlen Nass sorgten die Feuerwehren aus Nittel, Wellen und dem luxemburgischen Grevenmacher. Mit ihren Booten waren sie stets zur Stelle, wenn Hilfe notwendig war. Doch auch überzeugte Landratten hatten ihren Spaß beim Moselfest und das lag nicht zuletzt an einem Go-Go-Girl, das die Stimmung am Moselstrand zum Kochen brachte. Die passende Musik dazu zupfte Bob Fielder auf seiner Gitarre.Hauptaufgabe der rund 50 Rettungsschwimmer und Taucher aus der Weinbaugemeinde ist, durch Wasserunfälle verunglückte Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren.Neben regelmäßigen Übungen engagiert sich die ausschließlich aus Freiwilligen bestehende Gruppe auch im Natur- und Gewässerschutz.Da die Nitteler DLRG-Ortsgruppe ständig Nachwuchs sucht und die Ausbildung eine recht kostspielige Angelegenheit ist, kommt der Erlös des Moselfestes diesem Zweck zugute. Vorsitzender Peter Zeimet: "So haben wir die Gelegenheit, feucht-fröhlichen Spaß mit einer guten Sache zu verbinden."

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