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Aufregend gruselig und so richtig cool

Aufregend gruselig und so richtig cool

Drei Tage haben 15 Kinder aus der Verbandsgemeinde Hermeskeil und einigen Nachbarorten im Freien campiert und Spannendes unternommen. Und das alles ohne Handys und Smartphones.

Bescheid/Hermeskeil. Es ist eigentlich viel zu früh, um am Sonntag in den Ferien schon munter zu sein. Doch im Bescheider Indianerlager sind alle längst auf. Und munter. Die 15 Acht- bis Zwölfjährigen wollen nichts verpassen in den drei Tagen Ferienfreizeit.
Einige Jungs üben sich schon wieder im Beilwerfen, andere hocken rund ums Lagerfeuer, wo in einem großen Topf das Mittagessen kocht. Jugendpflegerin Eva Mencher und Reiterhofbetreiberin Manuela Lohse können sich aufs seit zehn Jahren etablierte Programm konzentrieren. Oberste Ziele sind, die Kinder in Bewegung zu halten und ihnen Laune zu machen auf ein Leben in der Natur.
Bei den Schülern aus der VG Hermeskeil und einigen Nachbarorten kam das super an. Spaß machten vor allem die Wettbewerbe im Bogenschießen und Beilwerfen. Und das nicht nur, weil sie gewonnen hätten, versicherte Amber (12). Besonders treffsichere Bogenschützen waren Felix (9) und Justin (9). Jaron (11) war begeistert, dass sie das Lagerfeuer selbst entfachen dürfen. Und Malte (8) genoss es, wenn anschließend alle drum herum saßen und Witze erzählten. Weniger lustig fand Steven (10), dass ihm eine Spinne in den Mund krabbeln wollte.
Der absolute Wochenend-Knaller war die Nachtwanderung. Justin wurde dabei etwas schwindelig, weil er ständig nach den Sternen schaute. Jaron fand die Tour aufregend. Vor allem, als plötzlich ein Geist aufgetauchte. Ein bisschen Angst hätten sie schon gehabt, gestehen einige ein. "Das war gruselig", fand Dominik (9). Doch dann gingen sie zum Gegenangriff über, knurrten und bellten wie Hunde. Richtig sehen konnten sie den Geist nicht. Sie durften ja keine Taschenlampen benutzen. Die waren ebenso tabu wie Handys und Smartphones. Null Austausch mit Freunden? "Das klappt schon", sagte Amber: "Man kann es sich ja merken und später sagen oder aufschreiben."
Indianerfan Victoria (8) war begeistert von dem gemeinsamen Ausritt und den Wettkämpfen. Und sie hätten richtig tolle Betreuer gehabt. Selbst Keylin (12), die sich gar nicht anmelden wollte, war happy: "Ich steh nicht so auf Indianer, doch ich find das ganz cool hier".
Das Projekt wurde vom Landesamt für Soziales, der Kreisverwaltung Trier-Saarburg und der VG Hermeskeil finanziell gefördert. urs