Aus dem Dornröschenschlaf geweckt

Aus dem Dornröschenschlaf erwacht am Wochenende eine der historisch bedeutsamsten Sehenswürdigkeiten in der Verbandsgemeinde Hermeskeil. Nach monatelangen Restaurierungsarbeiten wird am 2. und 3. Juni die Wiedereröffnung des Züscher Hammers gefeiert.

Das Wasserrad läuft wieder: Ab dem Wochenende können die Besucher am Züscher Hammer wieder anschaulich miterleben, wie in vorindustrieller Zeit im Hochwald Eisen bearbeitet wurde. TV-Foto: Axel Munsteiner

Züsch. Im einstmals größten Eisenwerk im Hunsrück wird wieder geschuftet. Seit Herbst 2006 haben die Mitglieder des Fördervereins "Züscher Hammer" mit Unterstützung der Verbandsgemeinde und den beiden Ortsgemeinden Neuhütten und Züsch das Industriedenkmal an der Primstalsperre wieder instand gesetzt und betriebsbereit gemacht. Vor allem im Inneren ist das Hammergebäude nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten kaum wiederzuerkennen. Kunstschmied und Ponyreiten

Es gibt einen Arbeitsbereich, wo künftig an Hammerwerk und Esse der Schmiedevorgang nachgestellt werden kann. In einem Ausstellungsteil sind historische Werkzeuge zu sehen, die einst bei der Eisenverhüttung im 18. Jahrhundert eingesetzt wurden. Die freigelegten Original-Relikte des Hammers, geschützt unter Plexiglas, können die Besucher ebenfalls in Augenschein nehmen.Erstmals haben sie dazu am Samstag und Sonntag, 2./3. Juni, beim Fest zur Wiedereröffnung des Züscher Hammers die Gelegenheit.Das Programm beginnt am Samstag ab 14 Uhr mit der Besichtigung des Hammers und einer Vorführung, wie in vorindustrieller Zeit das Metall bearbeitet wurde. Es folgt ab 15 Uhr der offizielle Teil, bei dem Hermann Meter, der Vorsitzende des Fördervereins, einen Blick in die bewegte Geschichte des Industriedenkmals werfen wird. Für die musikalische Unterhaltung sorgen an diesem Tag die "Blue Boys" und die Gruppe "Leitsgeheijer". Am Sonntag wird das Fest um 11 Uhr mit einem Frühschoppenkonzert eröffnet, das der Männergesangverein und der MV Neuhütten gestalten. An beiden Tagen zeigt "Meister Theobald" seine Fertigkeiten im Kunstschmieden. Auf die kleinen Besucher wartet ein Malkurs mit der Künstlerin Ursula Stimmler und Ponyreiten.