Ausbau der L143 geht weiter: Sperrung zwischen Pluwig und Heddert ab 7. Mai

Verkehr : L 143 bei Pluwig bald wieder gesperrt: Nach einem Jahr Pause kehren die Bagger zurück

Der Ausbau der L 143, die von Trier in den Hochwald führt, geht weiter: Am 7. Mai starten die Arbeiten zwischen Pluwigerhammer und Heddert. Die Folge: eine gut bekannte Umleitung.

Die Landesstraße 143 ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen dem Oberzentrum Trier und den Gemeinden im Hochwald und im oberen Ruwertal. Sie wird seit 2014 immer wieder abschnittsweise instandgesetzt. Zuletzt war zwischen Hinzenburg und Heddert mehr als ein Jahr lang gearbeitet worden - inklusive Vollsperrung und großräumiger Umleitung über den Rösterkopf. Neben der Fahrbahnerneuerung war für rund eine Million Euro auch eine neue Brücke über die Rauruwer gebaut worden.

Seit Abschluss dieses Großprojekts war die Pendlerroute fast ein Jahr lang baustellenfrei. Am 7. Mai sollen die Arbeiten nun allerdings an zwei neuen Abschnitten fortgesetzt werden. Das kündigt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier auf TV-Anfrage an.

Was wird gemacht? Die Landesstraße wird in zwei Teilstücken für den Verkehr gesperrt (siehe Grafik). Das erste zwischen Pluwigerhammer und der Abzweigung zur K 56 ist rund einen Kilometer lang. Dort sollen nach Auskunft des LBM 730 Meter „im Vollausbau erneuert, die Trassenführung optimiert und der Straßenquerschnitt vergrößert“ werden. Auf den restlichen 310 Metern werden neue Asphaltschichten auf dem vorhandenen Untergrund eingebaut. Die Fahrbahn soll außerdem breiter werden.

Ausbauabschnitt Nummer zwei liegt zwischen Hinzenburg und der neuen Brücke. Etwa 850 Meter Straße werden laut LBM jeweils zur Hälfte voll ausgebaut beziehungsweise im Hocheinbau-Verfahren saniert. Laut Landesbetrieb starten die Arbeiten parallel an beiden Teilstücken voraussichtlich am Montag, 7. Mai.

Die Landesstraße 143 wird auf zwei Abschnitten zwischen Pluwigerhammer und Heddert saniert. Dazu sind Vollsperrungen und Umleitungen nötig. Foto: TV/Eltges, Stefanie

Welche Umleitungen gibt es? Die Ortsgemeinde Hinzenburg liegt genau zwischen den beiden Straßenbaustellen. Wer von Trier aus dorthin gelangen möchte oder von Hinzenburg in Richtung Stadt, der hat Glück. Die Einmündungsbereiche am Pluwiger Hammer und an der K 56-Abzweigung bleiben halbseitig offen, so dass die Autofahrer eine kürzere Umleitung (siehe Grafik, Umleitung 1) über die K 56 und Schöndorf nutzen können. Die Einmündungen selbst sollen laut LBM erst ganz am Ende der Arbeiten unter halbseitiger Sperrung der Straße saniert werden. Wer weiter fahren muss in Richtung Hochwald oder von dort nach Trier, der muss den vom Bauabschnitt 2016/17 bekannten längeren Umweg über Kell am See und den Rösterkopf in Kauf nehmen (siehe Grafik, Umleitung 2).

Wie lange dauern die Arbeiten? Der LBM geht bei „entsprechender Witterung“ davon aus, dass der Ausbau auf beiden Teilabschnitten bis Ende des Jahres abgeschlossen ist. Auf Nachfrage des TV, warum die beiden Teilstücke nicht mit den Arbeiten 2016/17 an der Rauruwerbrücke kombiniert werden konnten, teilt ein Sprecher mit: „Die haushaltstechnischen Voraussetzungen haben zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgelegen.“ Das bedeutet: Im Landeshaushalt waren damals keine ausreichenden Mittel freigegeben. Die aktuellen Arbeiten kosten laut LBM rund 2,4 Millionen Euro. Beendet ist die vor vier Jahren begonnene Sanierung der Landesstraße damit noch nicht. Es fehlen weiterhin die Abschnitte von der K 56 bis Hinzenburg und ab der Rauruwerbrücke bis zur Abzweigung nach Lampaden.

Was sagen betroffene Gemeinden? Werner Scherf, Ortsbürgermeister in Hinzenburg, ist „zufrieden“ damit, dass der Ausbau der L 143 fortgesetzt werde. Es sei zwar skeptisch, ob bis Jahresende tatsächlich alles erledigt werden könne: „Aber wenn das vor dem Winter klappt, wäre das natürlich sehr positiv.“ Er hoffe allerdings darauf, dass auch die beiden noch nicht sanierten Teilstücke vom Land „bald in Angriff genommen werden“. Die Umleitungen seien identisch zu den Arbeiten von 2016/17. „Einige im Ort, die bei Bilstein nach Mandern fahren, finden die Ausweichroute sogar gut, weil am Rösterkopf hinter Holzerath ja ein Stück neu ausgebaut ist“, sagt Scherf. Im Dorf werde es dank der Sperrung außerdem „deutlich ruhiger. Das ist ganz angenehm.“

Der Schillinger Ortschef Markus Franzen freut sich über den Fortgang der Sanierung, „weil sie dringend erforderlich und längst überfällig“ sei. Dass zwei Abschnitte nun gleichzeitig angepackt würden, verkürze zudem die Sperrung der Teilstücke. Franzen kritisiert jedoch, dass die L 143 auch nach Ende der Arbeiten noch nicht komplett saniert sei. „Die Verkehrspolitik unserer Landesregierung ist nach wie vor beschämend“, sagt der Schillinger. Da die Straße jetzt ohnehin von Hinzenburg in Richtung Heddert bis zur Abzweigung der K 43 nicht nutzbar sei, hätte dieser fehlende Abschnitt nach Ansicht Franzens gleich mit saniert werden können.