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Kommunalpolitik: Ausbau der Ortsdurchfahrt auf der Agenda

Kommunalpolitik : Ausbau der Ortsdurchfahrt auf der Agenda

Auf den neuen Züscher Ortsbürgermeister Ulrich Frohn kommt in den nächsten Jahren viel Arbeit zu.

Dank 87 Prozent der Wählerstimmen kann der neue Ortsbürgermeister von Züsch auf Rückhalt aus der Bevölkerung zählen. Das signalisierten auch 20 Bürger, die die konstituierende Sitzung verfolgten. In deren Verlauf wurden die neuen Ratsmitglieder (siehe Info) verpflichtet – von denen vier neu dabei sind – sowie Ulrich Frohn als Ortsbürgermeister vereidigt.

Seine Beigeordneten wählte der Rat einstimmig. Der erste, Jörg Weber, war schon bisher Stellvertreter von Frohns Amtsvorgänger Hermann Bernardy, der nach 15 Jahren nicht mehr antrat. Zweiter Beigeordneter ist Michael Malburg von der Wählergruppe (WG) Malburg. Sie ist die zweitstärkste Fraktion im Rat – nach der SPD mit Frohn an der Spitze, gefolgt von Weber.

Kommunalpolitisch aktiv ist Frohn erst seit fünf Jahren. Aber als Vorsitzender des Heimatvereins und des Fördervereins für Kultur- und Dorf­entwicklung sei er „sowieso in den Themen mit drin“, die aktuell in Züsch anstehen. Gleichzeitig kann er auf Unterstützung seines erfahrenen ersten Beigeordneten zählen. Mit Weber arbeitet er seit Jahren zusammen für die Organisation der Weinerlebnis-Wanderungen des Fördervereins, für die Züsch weit über den Hochwald hinaus bekannt ist.

Seine neuen Aufgaben hofft der Vater eines erwachsenen Sohnes relativ gut in Einklang bringen zu können mit seinem Beruf. Als Außendienstmitarbeiter im fototechnischen Vertrieb kann er sich Termine schon mal nach Bedarf einteilen oder auch verschieben. In dem 600-Einwohner-Ort dürfte das wohl auch erforderlich werden. Denn dort gilt es nicht nur, Züschs 800-Jahr-Feier 2022 vorzubereiten. Viel Arbeit ist vor allem mit Blick auf den voraussichtlich dreijährigen Ausbau der Ortsdurchfahrt zu erwarten. Etwa die Hälfte des Dorfes ist laut Frohn davon betroffen. Wegen der jüngsten Dispute dazu (der TV berichtete) appellierte er in einer kurzen Antrittsrede an die Bürger, „miteinander auszukommen“. Oft reiche es schon, miteinander zu reden, andere vortragen zu lassen und ein bisschen zuzuhören. Die Gemeinde könne die Gesetze nicht ändern, sich aber um Lösungen bemühen. Neben den Schwerpunktthemen nennt Frohn etliche weitere – wie Wanderwegekonzept, alternative Energien, Quartierskonzept und Glasfaserleitungen.