Ausbau der Schulstraße ist 60 000 Euro teurer als erwartet

Ausbau der Schulstraße ist 60 000 Euro teurer als erwartet

Der Ortsgemeinderat Nittel hat ein strittiges Thema auf der Tagesordnung: Mehrkosten von mehr als 60 000 Euro für den Ausbau der Schulstraße zwischen Wiesengraben und Wiesenstraße mussten nachträglich genehmigt werden. Ursprünglich war das Projekt mit 300 000 Euro im Haushalt veranschlagt.

Nittel. Die Arbeiter brauchten mehr Material für die Unterlage der neuen Straße, und das ist der größte Kostenfaktor bei der Schulstraße. 700 Kubikmeter wurden zusätzlich für den Ausbau der Schulstraße nach Nittel gebracht. "Die neue Straße bekam einen 50 Zentimeter starken Unterbau, der zum großen Teil aus dem recycelten Material der alten Straße stammen sollte. Allerdings war der frühere Unterbau statt der erwarteten 30 Zentimeter nur zehn Zentimeter stark", erklärte Kurt Müller vom mit der Bauleitung beauftragten Ingenieurbüro Boxleitner. Das zusätzlich benötigte Material schlug mit rund 12 000 Euro zu Buche. Zweitgrößter Verursacher der Mehrkosten sei eine dreiwöchige Pause in den Bauarbeiten gewesen, da aufgrund fehlender Grenzsteine einzelne Grundstücke neu vermessen werden mussten. "Der Rest verteilt sich auf eine Vielzahl von Kleinbeträgen", sagte Müller. Eine genaue Aufstellung der Kosten lag den Ratsmitgliedern nicht in schriftlicher Form vor. Das rief den Unmut von Tobias Beck auf den Plan. "Wie soll ich abstimmen, wenn ich keine genauen Informationen habe?", ereiferte sich der UBN-Vertreter. Ingo Müller, ebenfalls UBN, rechnete vor, dass die Mehrkosten die wiederkehrenden Beiträge um sieben Cent pro Quadratmeter erhöhen würden.
Müller und Beck enthielten sich dann auch bei der Abstimmung über die Genehmigung der Mehrkosten. Alle anderen Gemeinderatsmitglieder stimmten für die Annahme der zusätzlichen Rechnung und ihre Bezahlung. jboExtra

Beschlossen wurde außerdem, dass am Sportplatz ein neuer Zaun für 12 000 Euro gebaut wird. Des Weiteren tritt Nittel dem Forstzweckverband Obermosel bei. Durch die neue Verwaltungsstruktur sollen Kosten gespart und die Erträge für die Waldbesitzer erhöht werden. Für Nittel würde das ein Plus in Höhe von etwa 5000 Euro pro Jahr ausmachen. Unter Berichte und Verschiedenes ging es um ungepflegte Grünflächen beim alten Friedhof und an dem landwirtschaftlichen Nutzweg nach Wellen. Ortsbürgermeister Peter-Leo Hein (CDU) versprach, sich um die Probleme zu kümmern. Ein besonderes Anliegen hatte Ines Krienke (SPD): "Wir können für die Verschönerung des Spielplatzes im Mühlenweg eine Spende bekommen." Dazu hat der SPD-Ortsverein unter <%LINK auto="true" href="http://www.spd-nittel.de" class="more" text="www.spd-nittel.de"%> Informationen zusammengestellt. Hein bedauerte, dass der neue Spielplatz beim Bürgerhaus noch nicht genutzt werden kann: "Der Rasen ist wegen der Trockenheit noch nicht richtig angewachsen." Außerdem berichtete Hein, dass das Gutachten zum Thema Supermarkt, das von den Gemeinderäten Nittel und Wincheringen in Auftrag gegeben wurde, "in Arbeit sei". jbo