Ausbildung auf höchstem Niveau

Medizinisch-technische Assistenten diagnostizieren Krankheiten und erstellen Befunde. In der Gesundheitsfachschule in Trier, die ihr 40-jähriges Bestehen feierte, werden jedes zweite Jahr 28 Schüler ausgebildet.

Trier-Kürenz. (mehi) Feine helle Linien zeichnen sich auf rotem Untergrund ab. Sarah Burckhardt (17) aus Trier-Zewen nimmt eine Probe aus der Petrischale und legt sie unter ihr Mikroskop. "Diese Keime aus der Mundschleimhaut haben sich über Nacht auf dem Blutnährboden gebildet", erklärt sie. Die Mi krobiologie, in der Bakterien, Viren und Pilze erforscht werden, ist neben Hämatologie, der Lehre von den Blutkrankheiten, Histologie/Zytologie, der Lehre vom Feinbau von Körpergewebe, Organen und Zellen, sowie der Klinischen Chemie, in der Körperflüssigkeiten untersucht werden, Hauptfach in der Ausbildung zum Medizinisch-technischen Assistenten (MTA). Diese wird seit 1969 in der MTA-Schule in der Maximineracht in Kürenz angeboten. Rund 800 Schüler, überwiegend aus der Region und dem Saarland, wurden seitdem in Trier ausgebildet. Fast alle haben - so Koordinator Konrad Ruff bei der Jubiläumsfeier - einen Arbeitsplatz gefunden.

"Wo heute die Labors sind, waren früher die Ställe", berichtet Uta Fischer. Die 64-Jährige war seit Gründung der Schule bis zu ihrer Pensionierung Pathologie-Lehrerin, lehrt heute noch Histologie. Im Gebäude seien Schafe gehalten worden, deren Blut für Untersuchungen benötigt wurde. Bis Anfang des Jahres war der Unterricht in die Egbertstraße verlegt - ein Grund, weshalb mit Verspätung gefeiert wird.

Konrad Ruff (58) war einer der ersten Schüler Fischers. Seit 1974 unterrichtet er an der Schule, die derzeit zwei Kurse mit 28 Schülern - überwiegend weiblich - hat. Die Ausbildung dauert drei Jahre, bestehend aus theoretischem und praktischem Unterricht sowie einem Praktikum im Krankenhaus. Für den theoretischen Unterricht , gibt es einen Hörsaal; für den praktischen, den fünf eigene Lehrer geben, vier Labors und Nebenlabors.

In der Hämatologie zeigt ein Bildschirm rosa und blaue Zellen. "Die rotgefärbten sind Leukozyten, die blauen Granulozyten, die Krankheitserreger in sich aufnehmen und sie zerstören", sagt Eva-Kathrin Hamm (17) aus Trier-Biewer, die später im Krankenhauslabor arbeiten möchte.

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