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Ausschuss der VG Konz beschließt mobilen Klassenraum für Erstklässler der Grundschule Pellingen

Bildung : ABC-Schützen in Pellingen ziehen vorerst in Container

Damit in den nächsten zwei Jahren genug Platz für alle Kinder da ist, sollen mobile Klassenräume für die Erstklässler in Pellingen aufgebaut werden. Das hat ein Ausschuss der Verbandsgemeinde Konz beschlossen.

(doth) 60 Quadratmeter groß sollen sie sein und bis zu 70 000 Euro dürfen sie kosten, die vier Container-Module, die zum neuen Klassenraum der Erstklässler der Grundschule Pellingen werden sollen. Bis zu diesem Betrag darf Joachim Weber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Konz, jetzt ausschreiben. Dafür hat der Haupt- und Finanzausschuss der VG, der in der Halle in Oberemmel tagte, einstimmig grünes Licht gegeben.

„Trotz aller Bemühungen bei der Schulbehörde ist aufgrund der Schülerzahlen eine Förderung des Baus eines fünften Klassenraums nicht möglich“, bedauert der Verwaltungschef. Sogar mit dem zuständigen Ministerium in Mainz habe er telefoniert. „Es gelten die Ist-Zahlen der Schüler und nicht die wegen eines Neubaugebietes zu erwartenden steigenden Schülerzahlen“, erklärt Weber den Standpunkt sowohl des Bildungsministeriums als auch der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier. Demnach müsse die Klassenmesszahl von 24 Schülern über sechs Jahre hinweg konstant überschritten werden, damit eine Erweiterung genehmigt würde.

Vor zwei Wochen gab es einen Termin mit zwei Schulrätinnen, die sich für ein größeres Raumpotenzial aussprachen. Lösungen mit 28 neuen Kindern seien im bestehenden Gebäude schwierig, so ihr Urteil. An der Lage änderte dies nichts. Bis die Container aufgestellt sind, sollen die neuen ABC-Schützen in der Turnhalle unterrichtet werden. Mieten will die VG Konz die Container nicht, denn der Kauf sei sogar billiger.

Preisanfragen, die jedoch noch nicht das Ergebnis einer offiziellen Ausschreibung sind, ergaben 58 500 Euro für die Miete und 57 270 Euro für den Kauf. „Diese Lösung wird jedoch nicht gefördert, und die Finanzierung muss auch von der Kommunalaufsicht genehmigt werden“, sagte Weber. Wenn die Module in Pellingen ausgedient haben, weil dann doch ein fünfter Klassenraum gebaut wird, sieht sie der Bürgermeister nicht als überflüssig an: „Die können wir bestimmt immer mal wieder brauchen.“ Bis die Schülerzahlen konstant gestiegen sind, ruhen die fertigen Planungen für den fünften Klassenraum vorerst in der Schublade.