Auto wird zur Todesfalle

Mit dem Auto in die Mosel gerutscht und ertrunken ist ein 45-Jähriger in Igel. Angehörige hatten den Mann am Montagmorgen als vermisst gemeldet. Am frühen Nachmittag wurde sein PKW auf dem Grund des Flusses entdeckt. Später fanden Taucher den Toten in der Nähe seines Fahrzeugs im Flussbett.

Igel. Der Tod eines Autofahrers in der Mosel bei Igel beschäftigte am Montag Polizei und Feuerwehr. Ein Anrainer hatte gegen 13.20 Uhr neben dem Moselradweg zwischen Bahndamm und Ufer verdächtige Abdrücke im Erdreich gefunden und den örtlichen Wehrführer Winfried Bindges verständigt. Gemeinsam mit einem weiteren Feuerwehrmann suchten sie zunächst das Moselufer in Nähe der Igeler Eisenbahnunterführung ab. Von einem Schiffsanleger aus entdeckten die Männer schließlich in größerer Tiefe die Umrisse eines Autos. Der Fund löste ab 13.40 Uhr eine umfangreiche Bergungsaktion aus, an der die Taucherstaffel der Trierer Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Igel und Langsur sowie der Rüstwagen der Feuerwehr Mertert-Wasserbillig beteiligt waren. Dieser Rüstwagen aus Luxemburg ist mit einem Bergekran ausgestattet. Wie Marc Buschmann, Sprecher der Feuerwehr Trier-Land auf Anfrage mitteilt, stiegen gegen 14 Uhr Taucher der Trierer Berufsfeuerwehr zu dem versunkenen Ford ab, der in etwa sieben Metern Tiefe auf dem Grund lag. Der Wagen war leer und ein Fenster stand offen. In der Nähe des Autos fanden die Taucher schließlich den toten Fahrer. Der 45-Jährige stammt nach Angaben von Feuerwehrsprecher Buschmann aus Igel und war seit Sonntag nicht mehr gesehen worden. Angehörige hatten daher am Montagmorgen bei der Polizei eine Vermisstenanzeige erstattet. Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei Trier in dem Fall. Dazu Präsidiumssprecher Karl-Peter Jochen: "Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es derzeit nicht." Warum das Auto in die Mosel geriet, sei allerdings noch unklar. Angeblich soll der Mann am späten Samstagabend zuletzt in Igel gesehen worden sein. Beamte der Trierer Kriminalpolizei versuchen zu ermitteln, wo sich der Mann in den letzten Stunden vor dem tödlichen Geschehen aufgehalten haben könnte. Erst im November letzten Jahres war Igel durch einen tragischen Verkehrsunfall in die Schlagzeilen geraten. Damals war im Ortskern ein Kleinwagen gegen eine Hauswand gerast. Einer der jungen Insassen aus Trier starb sofort, ein Zweiter wurde schwer verletzt, ein Dritter erlitt leichte Verletzungen.Mehr zum Thema: volksfreund.de/blaulicht

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