Bässe dröhnen, Haare fliegen

Gitarren, Bässe, Liebeslieder: In Kirf gab es an diesem Wochenende das zweitägige Rockville-Festival. Mit dabei waren nicht nur regionale Bands, sondern auch deutschlandweit oder international bekannte, allen voran die Emil Bulls.

Kirf. (sis) Hoch über Kirf und Beuren hat man nachts einen weiten Blick über viele schlafende Dörfer. Doch mit der Ruhe war es an diesem Wochenende erst einmal vorbei. Weit über die Felder erdröhnte Rockmusik. Denn das Rockville-Festival feierte auf einem Feld hoch über Kirf am Freitag und Samstag Premiere. Elf Bands sind aufgetreten, 1000 Karten waren eingeplant. Von denen wurden im Vorverkauf zwar nur 250 Stück verkauft, doch Organisator Johannes Rathmann ist mit den fast 600 Gästen am Freitag vollauf zufrieden, auch wenn er eigentlich mit etwa 700 Gästen gerechnet hatte: "600 Besucher passen uns ganz gut. Es verläuft alles ruhig, wir haben eine super Security und Feuerwehr, sodass man dieses spektakuläre Feeling einfach genießen kann", sagt Johannes Rathmann. Er verteilt ein großes Lob an seine rund 40 Helfer, von denen viele aus seinem Freundeskreis kommen. Nachdem die Besucherzahlen für den Freitag schon ungewiss waren, blieb den Veranstaltern, den beiden Kirfer Brüdern Matthias und Johannes Rathmann, nichts anderes übrig, als sich für den Samstag überraschen zu lassen.

Die meisten Fans kamen für die Emil Bulls



Immerhin traten beim Rockville-Festival nicht nur regionale Bands auf: Mit dabei waren auch die deutschlandweit bekannten Emil Bulls und From Constant Visions sowie die beliebten Newcomer Bakkushan und die Australier Mayfield. Aber auch regionale Bands wie Chromopila, Scuzz, At the Cutting Edge, Attila, Resomus, Face down Stereo, Roadside und Project 54 sorgten unter den Festivalgästen für gute Stimmung. "Es ist super, die Emil Bulls dabei zu haben, denn sie sind unser Headliner, die wichtigste Band am Festival", betont Rathmann. Das sahen auch die Besucher so, denn die meisten kamen erst für den Auftritt der Emil Bulls. Unter den Feierwilligen waren aber nicht nur 20- bis 30-Jährige, sondern auch viele Jugendliche. "Ich stehe schon seit 18 Uhr hier, weil mein Sohn mit 15 Jahren nicht alleine auf das Festival gehen darf. Aber er wollte unbedingt hierher kommen, vor allem wegen den Emil Bulls", erzählt kurz vor Schluss der Veranstaltung eine Mutter. Die Emil Bulls sorgten dann bei ihrem über einstündigen Auftritt nicht nur mit harten Tönen, sondern auch mit Rocksongs über die Liebe für ausgelassene Stimmung unter den Gästen, die ihre Hände in die Höhe rissen und zum Rhythmus begeistert mitsprangen. Da man beim Rockville-Festival aber nicht nur Tagestickets, sondern auch Kombitickets erwerben konnte, haben auch einige Festivalbesucher neben der Partyzone ihre Zelte aufgeschlagen. "Wir hatten für den Freitag mit fünf oder sechs Zelten gerechnet, aber die 20 Stück, die dann da standen, waren erstaunlich viele", sagt Johannes Rathmann zufrieden. Und so macht er sich schon Gedanken um eine Fortsetzung des Festivals: "Klar, wollen wir das gerne wiederholen, wir müssen das diesjährige Festival noch toppen."

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