Bäume nur noch drei Jahre geschützt

Wawern · Beim Gezerre um das Baugebiet Beneförstchen/Alter Festplatz Hochwald in Wawern zeichnet sich Entspannung ab. Die Gemeinde hat sich mit dem Naturschutzbund geeinigt.

Wawern. Erfreuliches Ergebnis aus der jüngsten Gemeinderatssitzung in Wawern: In die fast endlose Geschichte um die beiden Baugebiete Beneförstchen/Alter Festplatz Hochwald kommt Bewegung. Ortsbürgermeister Franz Zebe: "Im Gespräch mit dem Naturschutzbund haben wir erreicht, dass die sogenannten Sperrgrundstücke nicht fünf Jahre tabu sind, sondern nur drei Jahre." Zebe bezeichnet die Übereinkunft als "beachtliches Entgegenkommen".
Als Sperrgrundstücke bezeichnet der Ortsbürgermeister nebeneinander gelegene Grundstücke, die von einer fortgesetzten Baumreihe markiert sind. Diese Bäume galten bisher als unantastbar, weil (nicht nur) die Naturschützer sie als Futterbäume und Orientierungshilfe für Jungfledermäuse ansahen. Für den "Fäll-Fall" zu pflanzende Ersatzbäume sollten nach den ursprünglichen Forderungen fünf Jahre lang ungestört heranwachsen dürfen, damit die Fledermäuse genügend Zeit hätten, sie entlang der Einflugschneise als Orientierungspunkte und Futterlieferanten zu akzeptieren. Das hätte alle Planungen um fünf Jahre verzögert und die betroffenen Bauplätze unverkäuflich gemacht. kdj