Baggern im Herzen von Dilmar

Die 122 Einwohner des Palzemer Ortsteils Dilmar müssen derzeit mit Lärm und Dreck leben. Im Ortskern werden die Landes- und die Kreisstraße neu gemacht. Bis Ende des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Werfen einen Blick auf die Ausbaupläne (von links): Johannes Müller, Jürgen Kremer, Otmar Löw, Ortsbürgermeister Florian Wagner, Klaus Wagner, Egon Altenhofen. Dabei wird die Kreuzung neu gestaltet (Grafik). TV-Foto: Susanne Rendenbach/Grafik: Landesbetrieb Mobilität Trier

Palzem-Dilmar. Im Herzen von Dilmar läuft derzeit eine Groß-Operation. Vor drei Wochen sind die ersten Baufahrzeuge angerückt, inzwischen sind Fortschritte erkennbar. "Seit acht Jahren ist der Straßen-Ausbau in Dilmar Thema, jetzt endlich nimmt er Gestalt an", sagt Klaus Wagner, bisheriger Leiter des Bauamtes der Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg. Der Spatenstich dieses lange "ersehnten" Projektes ist für Wagner gerade noch rechtzeitig erfolgt: Seit 1. Juli ist Klaus Wagner im vorzeitigen Ruhestand, Jürgen Kremer ist auf seinen Posten nachgerückt. Im ersten Abschnitt wird seit kurzem die Landesstraße 132 auf einer Länge von 160 Metern von der Brücke bis zum Ortsende neu gemacht. "Da in der Vergangenheit immer wieder Regenwasser in den Untergrund eingedrungen ist, haben wir zunächst über 80 Meter einen neuen Kanal verlegen müssen", erläutert Otmar Löw, Leiter der Verbandsgemeindewerke Saarburg. Im Anschluss daran seien die Strom- und Telefonleitungen in die Erde gebracht worden. "Der erste Abschnitt der L 132 ab dem Einmündungsbereich in Richtung Kreuzweiler soll bis zum Ende der Sommerferien fertig werden, damit anschließend die Schulbusse wieder ihren normalen Weg fahren können", erklärt Johannes Müller, Sachgebietsleiter Kreisstraßen beim Landesbetrieb Mobilität Trier. Der zweite Abschnitt der L 132 von der Einmündung in Richtung Südlingen erfolge anschließend. Bis zum Ende des Jahres soll auch der dritte Teilbereich der K 115 fertig gestellt sein. Neu gemacht werden auch die Gehwege und die Nebenflächen. Die Gesamt-Baulänge beträgt 470 Meter. Positiv findet Ortsvorsteher Egon Altenhofen, dass der bis dato gefährliche Kreuzungsbereich durch die aufeinandertreffende Kreis- und Landesstraße bald der Vergangenheit angehört. Ein Stück der Moselstraße wird dem Straßenverkehr entzogen und zur Hoffläche für die Anwohner umgewandelt. Im Kreuzungsbereich wird eine Grünfläche angelegt. Die Gesamtkosten für alle drei Bauabschnitte liegen bei mehr als 633 000 Euro.