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Bahn will Schranke in Wiltingen erneuern

Eisenbahn : Bahn will Schranke in Wiltingen erneuern – Doch was genau ist geplant?

Dass die Bahn den Übergang in Wiltingen baulich verändern will, ist schon länger bekannt. Warum eine Ortsbesichtigung nun ausgefallen ist und warum der Ortsgemeinderat nicht entscheiden kann.

Am Bahnübergang Bahnhofstraße/Warsbergstraße in Wiltingen sind rote Markierungsstäbe rund um die Bahnschranken zu sehen. In der Regel ein Zeichen, dass sich Bauarbeiten ankündigen. Im Ortsgemeinderat stand dementsprechend eine Anfrage der Bahn auf der Tagesordnung. Die Bahn plant, den Bahnübergang zu erneuern. Ein Gehweg soll hinzukommen und die Straße soll breiter werden. Dafür braucht die Bahn Platz, und den möchte sie gern von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen.

Christoph Schmitz, Ortsbürgermeister von Wiltingen, hatte seine Ratskolleginnen und -kollegen nun zum Ortstermin an der Bahnschranke in der Dorfmitte gebeten. Zu begutachten war die räumliche Situation rund um die „Bahnübergangssicherungsanlage“, wie die Schranke im Eisenbahnerjargon korrekt heißt.

Wiltingen warten auf konkrete Infos der Bahn

Doch der „Verursacher“ des Ortstermins, die Deutsche Bahn AG, hatte den Termin kurzfristig abgesagt. So blieben die Ratsmitglieder im Unklaren, was die Bahn im Detail vorhat, und was genau die Ortsgemeinde tun möge, um der Bahn einen Neubau einer sichereren und verbesserten Schrankenanlage zu ermöglichen.

Die Folge: Schmitz nahm die Anfrage der Bahn mit entsprechender Rückendeckung durch den Rat von der Tagesordnung. „Wir beschäftigen uns gern mit der Anfrage“, sagt Schmitz. Aber gegenüber dem Stand vom 10. Oktober 2022, in dem sich der Ortsgemeinderat schon einmal mit dem Thema befasst hatte, gab es keine neuen Erkenntnisse.

Darum sollte die Bahn zum Ortstermin erscheinen

Im Oktober hatte der Rat den Wunsch der Bahn nach Nutzung des Geländes abgelehnt. „Es wurde darum gebeten, dass zunächst die Planung detaillierter vorgestellt werden soll, damit sich der Rat ein genaueres Bild von der Situation machen kann. Anschließend soll es dann erneut zu einer Abstimmung kommen. Aus dem vorgenannten Grund sollte am Samstag, dem 19.11.2022 um 15:00 Uhr vor Ort ein Termin stattfinden, bei welchem den Ratsmitgliedern die Planung an Ort und Stelle erläutert werden soll. Wenn daraufhin alle offenen Fragen beantwortet werden konnten, soll erneut über diesen Sachverhalt abgestimmt werden.“

So steht es in der Vorlage, die zum Tagesordnungspunkt gehört. Doch wie gesagt: Wer fehlte beim Ortstermin, waren Vertreter der Bahn. Die Markierungsstäbe am Bahnübergang werden daher weiter dort stehen und die Beantwortung offener Fragen „anmahnen“.