Bahnhof Karthaus: Aus Schrott- wird Parkplatz

Bahnhof Karthaus: Aus Schrott- wird Parkplatz

Die bisher als Abstellplatz für Alt- und Schrottautos genutzte Fläche am Bahnhof Karthaus wird demnächst zum Parkplatz für Bahnkunden. Auch an anderen Stellen im Stadtteil tut sich einiges.

Unkraut, Schrott, verwahrloste Autos: Die Umgebung des Bahnhofs Karthaus macht ähnlich wie die Gebäude selbst nicht gerade einen gepflegten Eindruck. Dem einen oder anderen Konzer und im speziellen Karthäuser ist der gewerblich genutzte Abstellplatz für Alt- und Schrottfahrzeuge ein Dorn im Auge. Auch für Reisende und Besucher des Klosters Karthaus ist der Anblick ein "unerwarteter" Willkommensgruß.

Das soll sich demnächst ändern. Die Parzelle neben dem Bahnhof soll anderweitig genutzt werden. "Die Stadt wird dieses Grundstück künftig als klassischen Park-and-ride-Platz den Bahnreisenden anbieten", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Verwaltung.
Stellfläche für etwa 50 Autos

Vor wenigen Tagen habe sich die Stadt mit dem Eigentümer der Parzelle geeinigt. Nach Angaben von Bürgermeister Karl-Heinz Frieden werde die Stadt das Land ab November pachten, so dass der Platz Ende des Jahres als zusätzliche Parkfläche für rund 50 Autos zur Verfügung stehe. "Er könnte auch bei größeren Veranstaltungen im Kloster Karthaus genutzt werden", stellt Frieden in Aussicht. "Optisch wird es dem Gesamtbild des Bahnhofsumfelds guttun, wenn der ,Schrottplatz' der Vergangenheit angehört und die Fläche einem verkehrspolitischen Nutzen zugeführt wird", teilt die Stadt mit.

Auch an anderer Stelle wird sich in Karthaus einiges tun. Nicht nur die Planungen für den Neubau des Kindergartens St. Johann (der TV berichtete) gehen voran. Auch der Bau einer gemeinsamen Mensa von Grundschule und Kindergarten wird anvisiert. Derzeit besuchen rund 160 Ganztagsschüler die Karthäuser Schule. In den vier Kindergartengruppen soll es in Zukunft auch zehn integrative Plätze geben.

Außerdem sei es nach Angaben Friedens der Wille der Verwaltung und städtischer Gremien, ein Nahwärmenetz mit Blockheizkraftwerk zur Versorgung der Schule, Sporthalle, des Kindergartens, der Mensa, des Klosters Karthaus und des DRK-Altenpflegeheims aufzubauen.

Um in den Bemühungen zur Aufwertung des Bahnhofsumfelds unterstützt zu werden, prüft die Verwaltung nun, ob der Stadtteil in das Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz "Soziale Stadt" aufgenommen werden kann. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion soll nach Angaben ihres Vorsitzenden Alfons Maximini in der nächsten Stadtratssitzung Thema sein.

Mehr von Volksfreund