Bald endet der Nervenkrieg

Der letzte Abschnitt der Pellinger Ortsdurchfahrt wird ausgebaut. Im Dezember soll die stark frequentierte Verbindung vom Saargau zur Mosel fertiggestellt sein. Das ist dann deutlich später als geplant.

Pellingen. Für Tausende Autofahrer auf der B 268 sind die roten Baustellenampeln in der Pellinger Ortsdurchfahrt seit Monaten ein tägliches Ritual. Nach Angaben der Straßenmeisterei rollen an Werktagen rund 7000 Fahrzeuge durch Pellingen - und die müssen sich seit rund zwei Jahren über knapp fünf Meter breite Fahrbahnabschnitte an der Baustelle vorbeizwängen.
Für den Schwerlastverkehr ist die Ortsdurchfahrt seit Beginn der Arbeiten im Jahr 2012 gesperrt. Doch die meisten LKW-Fahrer zahlen gegebenenfalls lieber ein 15-Euro-Knöllchen, als auf dem Weg nach Trier die weiträumige Umleitung über die B 407 Saarburg/Konz in Kauf zu nehmen (siehe Extra).
Wasserrinne statt Gehwege


Inzwischen kommt aber Land in Sicht: Mit der dritten Ausbaustufe, die in der zweiten Oktoberwoche begann, haben die Arbeiten die letzte Phase erreicht. Dabei muss noch ein rund 300 Meter langer Abschnitt von der Schulstraße bis zum Ortsausgang in Richtung Trier fertiggestellt werden.
Die Bedingungen sind dort etwas leichter als bei den vorhergehenden Abschnitten im Ortskern: Bei den Kanal- und Leitungsarbeiten der Verbandsgemeindewerke muss nur noch ein Hausanschluss berücksichtigt werden. Statt zweier neuer Gehwege ist entlang der Reststrecke größtenteils nur noch eine Wasserablaufrinne erforderlich.
Die Sanierung der insgesamt 870 Meter langen Ortsdurchfahrt ist längst zum Geduldsspiel für Anlieger und Verkehrsteilnehmer geworden - die Arbeiten dauern inzwischen deutlich länger als geplant. Nach einem planmäßigen Verlauf der ersten Bauphase im Jahr 2012 sollte es mit dem zweiten Bauabschnitt nach der Winterpause im März 2013 weitergehen.
Doch ein später Wintereinbruch bis April und Dauerregen im Mai verzögerten den Start der zweiten Phase bis Anfang Juni - damit stand fest, dass die Arbeiten bis zum Jahresende 2013 dauern würden (der Volksfreund berichtete).
Wenigstens diese Marke soll gehalten werden. Dazu Jürgen Hennich von der Straßenmeisterei Saarburg: "Auf jeden Fall wollen wir bis zum Jahresende fertig sein."Extra

Schwere Lastwagen, die verbotenerweise durch Pellingen fahren, behindern die Arbeiten seit Beginn der Sanierung. Bei fast jeder Ampelphase erscheinen in beiden Fahrtrichtungen schwere Sattelzüge und Anhängergespanne über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht, deren Fahrer die Sperrung missachtet haben. Dagegen halfen in den vergangenen Monaten auch keine Polizeikontrollen. Um die zeitraubende und dieselfressende Umleitung über Saarburg und Konz zu vermeiden, riskieren die Fahrer lieber eine punktefreie 15-Euro-Verwarnung. Mehr gibt es für diese Missetat nicht. f.k.