Bald große Sprünge

FARSCHWEILER. (wil) Australisches Flair im Hochwald: Zwei Kängurus werden Ende Januar ins Freigehege der Outback-Grillhütte in Farschweiler einziehen.

Kängurus sind in europäischen Breitengraden selten. Für die Besucher und Gäste der Outback-Grillhütte in Farschweiler werden sie bald jedoch ein normaler Anblick sein: Am 22. Januar werden zwei Kängurus in das Freigehege der Grillhütte einziehen. "Wir bekommen ein Wallaby-Pärchen", sagt Andreas Macheray, einer der Betreiber der Outback-Grillhütte. Wallaby ist eine Känguru-Rasse, die in südaustralischen Gebirgen beheimatet ist. "Das Klima dort ist ähnlich wie hier. Deshalb sind sie die kalten Winter-Temperaturen bei uns auch gewöhnt", sagt Macheray. In den Gebirgen herrschten Temperaturen bis minus 40 Grad. Die Kängurus für Farschweiler kommen allerdings nicht direkt aus Australien, sondern aus Deutschland. "In Oberfranken gibt es einen Züchter, der seine Tiere auch an Zoos weitergibt", sagt Macheray. Dieser Züchter liefert das männliche Tier, eine befreundete Züchterin das Weibchen. "Das Tier ist vielleicht trächtig", sagt der Australienexperte. Das Nachwuchs-Känguru bleibt einen Monat im Mutterleib, bevor es in den Beutel wandert. "Ab Oktober wird das Kleine frei herumlaufen", sagt Macheray. Die Känguru-Familie soll nicht lange zu dritt bleiben: "Kängurus bekommen ungefähr einmal im Jahr Nachwuchs", sagt Andreas Macheray. Die Hüpfer werden in einem 750 Quadratmeter großen Freigehege neben der Grillhütte leben. Für Regentage haben die Outback-Macher einen Unterstand gebaut. Außerdem musste der Zaun zum Schutz vor wildernden Füchsen einen halben Meter tief in den Boden gebaut werden. "Viel mehr brauchen die Kängurus nicht. Wir müssen noch einige Feinarbeiten machen, dann können die Tiere kommen", sagt Macheray.

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