Bald in neuem Glanz

Das Baugerüst an der katholischen Pfarrkirche zeugt von umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Außenfassade. Mehrere Monate sollen sich die Arbeiten hinziehen und bis September abgeschlossen sein.

Machen sich ein Bild über die begonnenen Renovierungsarbeiten: (von links) Pastor Jörg Dunsbach und die Pfarrgemeinde-Verantwortlichen Heinz Schons, Benjamin Geipel, Herbert Kürsten und Mathilde Braun. TV-Foto: Ludwig Hoff

Tawern. "Sie steht da überm Dorfe, fast wie auf einem Thron. Sie steht so stolz und prächtig, als wäre sie ein Dom", heißt es in dem Loblied von Niko Schoemann (1905-1984) über das Tawerner Gotteshaus. Eine vortreffliche Beschreibung durch den gebürtigen Tawerner, die von vielen Einheimischen auch heute noch so gesehen wird. Allerdings: Das gewohnte, schöne Bild wird leicht getrübt - durch ein Baugerüst. Notwendigerweise, denn längst fällige Sanierungsarbeiten duldeten keinen weiteren Aufschub, sagt Pastor Jörg Dunsbach. Stein-, Putz-, Klempner-, Metall-, Dach- und Elektroarbeiten stehen an. Aber auch die Schall-Lamellen im Kirchturm seien morsch. Ferner: Um die rund 100 Jahre alten Kirchenfenster in Chorraum und Quergebäude sowie die kleinen Kapellenfenster beim Marienaltar, bei der Pietà und im Kirchenvorraum nicht dem Verfall preis zu geben, muss etwas geschehen. Damit alles wieder auf Vordermann gebracht werden kann, greift die Katholische Pfarrgemeinde tief in die Tasche. Nach Abzug von Bistumszuschuss und eigenen Rücklagen rechnet der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde, dass am Ende um die 100 000 Euro hängen bleiben bei Gesamtkosten von 270 000 Euro. Pastor Jörg Dunsbach: "Wir können die Arbeiten guten Gewissens angehen und es auch verantworten." Wie schon bei der "vorbildlichen Unterstützung" bei der Innenrenovierung des Gotteshauses vor zehn Jahren setzt die katholische Kirchengemeinde auf das Verständnis der Pfarrangehörigen auch bei dieser unumgänglichen Maßnahme. Unterstützung durch die Gemeinde

Neben dem Pastor hoffen die maßgeblichen Leute wie die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Mathilde Braun, und Stellvertreter Herbert Kürsten sowie Heinz Schons, Stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender, auf "reichliche Unterstützung" durch die Zivilgemeinde. Über die Förderung durch die Gemeinde habe man sich schon in der Vergangenheit nicht zu beklagen brauchen, so das Lob der Pfarr-Verantwortlichen. Sie sind stolz, so eine schöne Kirche ihr Eigen zu nennen. Auch die Bevölkerung gab sich in der Vergangenheit spendierfreudig, wissen die Vertreter der kirchlichen Gremien zu schätzen. Nicht zuletzt durch die Pfarrfeste in den vergangenen Jahren habe eine Rücklage gebildet werden können, so Heinz Schons. "Andernfalls hätten wir uns das mit den Arbeiten gut überlegen müssen." Abschlussfest im September gepant

So wichtig die "historischen Steine" auch sind, noch wichtiger seien die "lebendigen Steine", nämlich die Menschen der Pfarrgemeinde, ist für Herbert Kürsten wichtig. Tawerner Besonderheit: Verantwortung trägt die Kirchengemeinde daneben für die Filialkirche in Fellerich und die Margaretenkapelle. "Die haben wir nie vergessen und werden dies auch zukünftig nicht anders handhaben", betont der Pastor. Den Abschluss der Arbeiten wolle man mit einem kleinen Fest begehen - mit kirchlichem und weltlichem Teil. Dafür wird Sonntag, 16. September, angepeilt. Das wäre zudem ein historisches Datum, denn am 15. September 1907 erfolgte die Grundsteinlegung der Tawerner Pfarrkirche St. Peter und Paul. Wer die Renovierung der heimischen Pfarrkirche mit einer Spende unterstützen will, kann dies jederzeit tun. Konto-Verbindung: Katholische Pfarrgemeinde Tawern, Konto-Nummer 79-000303, Bankleitzahl 58550130, Sparkasse Trier, Stichwort: Renovierung Pfarrkirche.